Augustdorf. Die Uhr tickt: Ab der Saison 2017/18 darf der Sportclub (SC) Augustdorf keine Meisterschaftsspiele mehr auf dem Heidesportplatz austragen. Der Grund: Dem Kunstrasenspielfeld am Inselweg fehlen in der Breite acht Meter. Nach den geplanten neuen Bestimmungen des Fußball- und Leichtathletikverbandes ist der Platz zudem sieben Zentimeter zu kurz.
Seit Jahren finden unter anderem die Partien der ersten Herrenmannschaft des SC auf dem Heidesportplatz statt, die in der Kreisliga A Detmold spielt und dort aktuell den 14. Rang belegt. Der Fußballclub (FC) Augustdorf tritt am Schlingsbruch an, die zweite Mannschaft des FC kickt jedoch auch am Inselweg.
Die Betriebskosten für das Sportheim auf dem Schlingsbruch teilen sich der FC und die TuSG. Der SC musste bislang für die Nutzung der Sporthalle am Inselweg nichts bezahlen. "Eine gerechte Beteiligung an den Kosten ist ein Thema, das man klären muss", so Dr. Wulf auf Nachfrage.
Seit 2013 sei bekannt, dass auf dem Heidesportplatz eigentlich keine offiziellen Spiele mehr stattfinden sollen, erklärt Gottfried Dennebier, Vorsitzender des Fußballkreises Detmold und des Gemeindesportverbandes. Der Fußballausschuss des Fußballkreises ist auch für den Spielbetrieb der Senioren zuständig. Bislang wurden für die Wettkämpfe Ausnahmegenehmigungen erteilt. Damit sei es ab dem Sommer vorbei.
Auswärtige Vereine hätten sich - wenn auch noch nicht offiziell - darüber beschwert, dass die Fußballer des SC einen Vorteil hätten, weil sie auf dem kleineren Platz trainierten und regelmäßig spielten. Das mache tatsächlich etwas aus, erklärt Dennebier. "Wir wollen aber faire Spiele."
Für 17 Heimspiele pro Saison müssen jetzt Termine und Austragungsorte gefunden werden. Der Kreisausschuss schlägt nach Angaben von Hartmut Tegeler, Vorsitzender des Kreisfußball-Ausschusses vor, die Spiele auf einem oder auf beiden Plätzen am Schlingsbruch stattfinden zu lassen. Dies lasse sich terminieren, meint auch Dennebier. Der zweite Platz sei zwar nicht so gut gepflegt, aber dennoch für Ligaspiele geeignet.
Eine Begehung mit der Verwaltung hat bereits stattgefunden. Nach Auskunft von Bürgermeister Dr. Andreas Wulf lässt sich der Heidesportplatz nicht vergrößern, weil die dortigen Laufbahnen für den Schulsport notwendig sind. Es sei jedoch geplant, ein Sportstättenkonzept zu erstellen. Dabei gelte es die Frage zu klären, was mit dem Heidesportplatz passiere, da der Kunstrasen saniert werden müsse. Alternativ könne überlegt werden, Kunstrasen neu am Schlingsbruch zu verlegen. Sollte der SC ab dem Sommer am neuen Standort spielen, muss die Frage der Kosten geklärt werden, die dem FC durch die zusätzliche Nutzung des Sporthauses entstehen - also für Umkleiden, Toiletten oder Aufenthaltsräume. Das ist bei einem Gespräch zwischen Verwaltung und den beiden Fußballvereinen am 9. Februar geplant.
SC-Vorsitzender Dirk Seidler wollte auf Anfrage der LZ noch keine Stellungnahme zu der neuen Situation abgeben.