Die letzten Gymnasiasten verlassen Aspe

Teilstandort des RBG wird vorzeitig zum Schuljahresende aufgegeben

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Bad Salzuflen. Früher als ursprünglich geplant wird die Asper Dependance des Rudolph-Brandes-Gymnasiums (RBG) aufgelöst. Zum Ende des laufenden Schuljahres endet dort der Unterricht.

Der Beschluss, das Städtische Gymnasium Aspe aufzulösen, ist bereits sechs Jahre alt. Als Auslaufmodell wurde es seinerzeit zum Teilstandort des RBG erklärt. Da die Zusammenfassung aller Gymnasiasten im Schulzentrum Lohfeld entsprechende An- und Umbauten am RBG erforderlich machte, war der Beschluss, Aspe zum Schuljahresende 2015/16 aufzulösen, unter dem Vorbehalt gefasst worden, dass die nötigen Räume bis dahin zur Verfügung stehen.

Das ist früher als erwartet der Fall. Die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Kultur machten sich am Donnerstag ein Bild vom Stand der Bauarbeiten am neuen Gebäudeteil N, in dem naturwissenschaftliche Fachräume entstehen – insgesamt 14 Unterrichtsräume mit 1500 Quadratmetern Nutzfläche. Die Chemieräume werden im Erdgeschoss konzentriert, was von den Ausschussmitgliedern begrüßt wurde. So könnten Chemikalien auf kürzestem Weg transportiert und Risiken minimiert werden. Die Stadt rechnet laut Dietmar Wohlan damit, dass der Neubau rund 3,3 Millionen Euro kosten wird, somit etwas günstiger als veranschlagt.

Ab dieser Woche soll die nötige technische Ausstattung in die Räume eingebaut werden. Wohlan versicherte, dass bereits zum kommenden Schulhalbjahr alles fertig ist. Danach sollen die bereits vorhandenen naturwissenschaftlichen Räume umgebaut werden. In den Sommerferien ist zudem ein großer Umzug geplant: Das RBG wechselt vom Bauteil D nach A, die Hauptschule und die Eduard-Hoffmann-Realschule ziehen aus dem Bauteil A nach D. Damit werden alle Schüler, auch die Gymnasiasten, die jetzt noch im Schulzentrum Aspe sind, zum Schuljahr 2015/16 eine neue Lernumgebung im Schulzentrum Lohfeld vorfinden.

Dem RBG stehen durch den Tausch künftig 47 Klassen- und Kursräume sowie drei Kunsträume zur Verfügung, was bei einem Bedarf von 46 Räumen als zunächst ausreichend angesehen wird. Da aber mehr Schüler in den Sekundarstufen I und II unterrichtet werden, als im Strukturplan vorgesehen ist, ist nach Ansicht der Verwaltung weiterhin ein sehr gutes Raummanagement aller Schulen notwendig. Gegebenenfalls müsse man zeitweilig auf so genannte Containerklassen ausweichen. Gegen die vorzeitige Auflösung des RBG-Standortes Aspe hatte im Ausschuss niemand etwas einzuwenden. Für die Asper Schüler entfalle die Fahrerei, wenn sie Fachunterricht im Lohfeld hätten, hieß es.

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