Am 1. März fällt Entscheidung zum Schützendenkmal auf dem Salzhof

Stefan Backe

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Das künftige Schützendenkmal rückt im Gegensatz zu den ursprünglichen Plänen weiter an den Rand. - © Foto: Backe/Montage: Wendtland
Das künftige Schützendenkmal rückt im Gegensatz zu den ursprünglichen Plänen weiter an den Rand. (© Foto: Backe/Montage: Wendtland)

Bad Salzuflen. Der Salzhof wird sich in diesem Jahr stark verändern. Zwar gibt es momentan noch Feinjustierungen an den Plänen – doch Beigeordneter Rolf Oberweis geht davon aus, dass die eigentlich schon 2016 geplanten Arbeiten am Salze-Ufer auf jeden Fall in diesem Jahr über die Bühne gehen. Einen Beitrag zur neuen Gestaltung dürfen jetzt offenbar auch die Salzufler Schützen leisten.

Das letzte Wort hat der Rat in seiner Sitzung am 1. März. Eine breite Mehrheit im Hauptausschuss am Mittwochabend lässt aber den Schluss zu, dass dem Antrag der Schützengesellschaft Bad Salzuflen von 1567 am Ende stattgegeben wird. Wie berichtet, möchten deren Mitglieder sich zum 450-jährigen Bestehen selbst ein Denkmal setzen. So wollen sie – finanziert durch eine Einzelpersonen – aus eigenen Mitteln eine Sandsteinstele schaffen lassen und diese am Rand des Salzhofs platzieren.

Während der Sitzung gab es für diesen Vorstoß viele wohlwollende Worte, aber auch Kritik. „Gegen das Denkmal an sich ist nichts einzuwenden. Aber der Standort ist sehr zentral. Oder sollen die Schützen an der Stele salutieren, wenn sie künftig auf den Salzhof marschieren?", fragte der freie Ratsherr Friedrich-Wilhelm Biermann rhetorisch und schlug als erster eine leichte Abweichung von den ursprünglichen Plänen vor.

Diese hatten vorgesehen, dass die Stele, deren Mittelpunkt ein in eine Nische gefräster Lippischer Schütze bilden soll, relativ zentral am Hauptzugang zum Salzhof postiert wird. Die Mehrheit im Ausschuss plädierte allerdings für eine seitliche Verschiebung. Wie Beigeordneter Rolf Oberweis am Donnerstag auf Anfrage der LZ mitteilte, haben sich die Schützen mit dem jetzt avisierten Standort in Richtung Salze ebenfalls anfreunden können.

Während die meisten Redner den Schützenverein als wichtige Stütze der ehemaligen und aktuellen Stadtgesellschaft würdigten, stimmten die Grünen dem Denkmal-Antrag nicht zu; die Linken enthielten sich. „Es gibt viele Gründe, kulturelles und ehrenamtliches Engagement zu würdigen. Aber ob es ein Denkmal auf dem zentralen Platz sein muss, ist die Frage", sagte Grünen-Ratsherr Ingo Scheulen.

Während die Schützen ihre Sandsteinstele wahrscheinlich schon im Mai einweihen wollen, wird die bereits 2016 beschlossene Umgestaltung des Salzhof-Rands wohl noch länger auf sich warten lassen. Wie Rolf Oberweis erklärte, bereite derzeit das Budget ein paar Sorgen. Zentrale Elemente wie der Wasserspielplatz mit Hängebrücke, die Salze-Terrassen oder die Aufzuganlage würden aber erhalten bleiben. Abgespeckt werden könnte an den Materialien. Wohl im April will er die endgültigen Pläne im Ausschuss vorstellen. Gebaut werden soll dann in der zweiten Jahreshälfte.

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