Autofahrer ignorieren Durchfahrtsverbot in Bad Salzuflen

Sven Kienscherf

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Eigentlich dürfen nur Busse und Taxen in die Ahornstraße fahren. Das interessiert viele Autofahrer nicht. - © Sven Kienscherf
Eigentlich dürfen nur Busse und Taxen in die Ahornstraße fahren. Das interessiert viele Autofahrer nicht. (© Sven Kienscherf)

Bad Salzuflen. Ein Verkehrsschild am Kreuzungsbereich Ahornstraße/Martin-Luther-Straße wird oftmals ignoriert. Das hat Bernd Olden beobachtet.

Der 63-Jährige, der eigentlich in Wüsten lebt, aber oft in der Kernstadt spazieren geht, ärgert sich, dass sich seiner Ansicht nach viele Autofahrer nicht um das Schild scheren. Es handelt sich um das Verkehrszeichen, dass die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge in die Ahornstraße verbietet. Ausgenommen sind Linienverkehr und Taxen.

Auch beim Ortstermin zeigt sich, dass das Schild von dem ein oder anderen Autofahrer ignoriert wird. Für die Polizei ist das Problem nicht neu. Beamte kontrollierten dort in regelmäßigen Abständen und verhängten Verwarngelder, heißt es. Wird ein Autofahrer erwischt, können 20 Euro fällig werden. Genaue Zahlen habe die Polizei zur Zahl der Verkehrssünder aber nicht parat. Ein Unfallschwerpunkt sei die Kreuzung jedenfalls nicht.

Auch Lars Wolfmeier von der Straßenverkehrsbehörde ist mir der gegenwärtigen Situation unzufrieden. Das Schild sei 1994 im Zuge des Verkehrsentwicklungsplans aus dem gleichen Jahr aufgestellt worden. Das Schild habe zu einer Verkehrsberuhigung führen sollen, so Wolfmeier. Zunächst hätten nur Busse durchfahren dürfen, später auch Taxen. Mittlerweile missachteten immer mehr Verkehrsteilnehmer das Schild. Darunter sind nach Ansicht von Wolfmeier auch viele Eltern, die ihre Kinder zu der Grundschule Ahornstraße bringen.

Bereits 2010 sei ein neues Konzept für einen Verkehrsentwicklungsplan erstellt worden, dass aber noch in der Schublade liege. Das sehe vor, an der Stelle die Fahrbahn so zu gestalten, dass nur noch Busse passieren können. „Das wäre meiner Ansicht nach der einzige gangbare Weg", so Wolfmeier. Für die sogenannten Elterntaxen gibt es einen kleinen Trost: Sie sollen demnächst eigenen Haltebuchten an der Schule bekommen.

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