Kriminelle Bande aus Melle nutzt Bad Salzufler Wohnung

Martin Hostert

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Symbolfoto: Die Polizei im Einsatz. - © Armin Weigel/dpa
Symbolfoto: Die Polizei im Einsatz. (© Armin Weigel/dpa)

Melle/Bad Salzuflen. Drogen, größere Summen Bargeld, Handys, Laptops, Waffen und andere gefährliche Gegenstände, obendrauf noch einen Porsche Panamera: Die Meller Polizei hat bei Razzien in 16 Wohnungen umfangreiches Beweismittel sichergestellt. Durchsucht wurde auch eine Wohnung in Bad Salzuflen, sagte Anke Hamker, Sprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück.

Die Polizei in Niedersachsen hatte seit April wegen Einfuhr, Handeltreiben sowie Erwerb und Besitz von Betäubungsmitteln gegen zwölf Männer und zwei Frauen ermittelt – vor allem in Melle, in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück, in Bad Salzuflen und in Bielefeld. Die lippische Polizei habe dabei Unterstützung geleistet, sagte Hamker – ebenso Kollegen des Polizeipräsidiums Bielefeld. Näheres zur Salzufler Durchsuchung gab es bei der Polizei Lippe gestern mit Verweis auf die laut Pressestelle „streng geheime" Aktion nicht zu erfahren, Sprecher Lars Ridderbusch verwies auf die Osnabrücker Kollegin.

„Die Ermittlungen weiteten sich aus, da es Hinweise auf weitere Straftaten gab, die von den Beschuldigten in unterschiedlicher Konstellation begangen wurden", berichtet Anke Hamker. Im Februar 2019 sei es zunächst der versuchte Diebstahl einer Geldbombe in Melle gewesen, dann folgten zwei Raubstraftaten, Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Diebstahl, Hehlerei. „Die Liste wurde immer länger. Auch häusliche Gewalt und Fahren ohne Führerschein spielten eine Rolle," heißt es.

Anfang Juli haben die Meller dann mit Unterstützung von Spezialkräften und Bereitschaftspolizei Wohnungen und Fahrzeuge der Beschuldigten durchsucht und Beweismittel sichergestellt. Die Beschuldigten seien vernommen und auf freien Fuß entlassen geworden, da keine Haftgründe vorlägen. „Ob die Beschuldigten für andere Straftaten in Betracht kommen, werden die Ermittlungen zeigen."

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