Wilde Verfolgungsjagd auf der A2 endet mit plattem Reifen

Thomas Reineke

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Die Autobahn-Ausfahrt Bad Salzuflen auf der A2 - © Vera Gerstendorf-Welle
Die Autobahn-Ausfahrt Bad Salzuflen auf der A2 (© Vera Gerstendorf-Welle)

Bad Salzuflen/Biemsen-Ahmsen/Herford. Eine filmreife Verfolgungsfahrt hat sich ein 32-jähriger Audi-Fahrer am Sonntagabend auf der A2 mit der Polizei geliefert. Das riskante Manöver endete erst mit einem platten Reifen in Höhe der Anschlussstelle Bad Salzuflen/Herford in Fahrtrichtung Dortmund. Der Fahrer wurde auf der Stelle festgenommen. Die Polizei sucht jetzt Zeugen der kilometerlangen nächtlichen Verfolgungsfahrt mit bis zu Tempo 240.

Doch der Reihe nach: Zivilfahnder der Autobahnpolizei Hannover wollten am Sonntag gegen 22 Uhr einen grauen Audi an der A2 auf dem Parkplatz „Bückethaler Knick" in Höhe Bad Nenndorf kontrollieren. Der Audi-Fahrer wurde durch einen Signalgeber an der Heckscheibe aufgefordert, dem zivilen Funkstreifenwagen Richtung Parkplatz zu folgen. Zunächst fuhr der 32-Jährige auch brav hinter dem Polizeiwagen her. In der Abfahrt zum Parkplatz wechselte der Audi-Fahrer jedoch zurück auf die Autobahn und gab Vollgas.

Polizei leitet fünf Verfahren ein

Mit Blaulicht und Martinshorn nahm der Streifenwagen die Verfolgung auf und forderte über Funk weitere Polizeikräfte an. In Höhe Lauenau konnte der Funkstreifenwagen zum flüchtenden Wagen aufschließen. Der 32-jährige Fahrer ignorierte alle Geschwindigkeitsbegrenzungen und fuhr bis zu 240 Stundenkilometer. Darüber hinaus überholte der Audi-Fahrer laut Polizeiangaben mehrfach Fahrzeuge rechts und schnitt diese bei einem anschließenden Spurwechsel. Kurz vor der Ausfahrt Bad Salzuflen/Herford platzte jedoch ein Reifen des Audi, so dass der Fahrer auf den Standstreifen fuhr.

Mit erhobenen Armen stieg der Fahrer aus dem Wagen und wurde durch Polizeikräfte der Autobahnpolizei Herford festgenommen. Bei der Überprüfung der Personalien des 32-Jährigen stellte sich heraus, dass er aus einer Justizvollzugsanstalt abgängig ist und keinen Führerschein besitzt. Dazu stand er und unter Drogeneinfluss. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen brachte ihn ein Streifenwagen zurück ins Gefängnis. Die Polizei hat nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unter Drogeneinfluss, zum Besitz von Drogen, zur Straßenverkehrsgefährdung und wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Andere Verkehrsteilnehmer, die am späten Sonntagabend von dem grauen Audi auf der A2 in Fahrtrichtung Dortmund geschnitten oder rechts überholt worden sind, werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizei Hannover unter Tel. (0511) 109-8930 zu melden.

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