„Schmidt’s Café“ öffnet seine Türen in Barntrup

Tobias Schneider

  • 0
Letzte Vorbereitungen: Detlef und Alina Schmidt bringen die Räume auf Vordermann. - © Tobias Schneider
Letzte Vorbereitungen: Detlef und Alina Schmidt bringen die Räume auf Vordermann. (© Tobias Schneider)

Barntrup. Die Gerüchteküche brodelt schon etwas länger in Barntrup. Nun steht es fest: In den Räumen der 1994 geschlossenen Traditionsgaststätte „Zum Schwan" gibt es ein neues gastronomisches Angebot. Am Sonntag, 19. März, öffnet „Schmidt’s Café" seine Türen. Der Inhaber ist derselbe wie vor zwei Jahrzehnten: Detlef Schmidt wird sich gemeinsam mit seiner Tochter Alina um die Gäste kümmern. „Es ist schön, in diesem Gebäude wieder eine Gaststätte zu eröffnen", sagt Schmidt.

Möglich geworden sei das, weil das Westfälische Kinderdorf sein Mietverhältnis im Gebäude gegenüber dem Rathaus zu Ende 2016 aufgegeben habe, erzählt der 59-Jährige. Schon länger hatte der gelernte Hotelfachmann mit der Idee geliebäugelt, an die Geschichte des Restaurants „Zum Schwan" anzuknüpfen. Den letzten Ausschlag gab dann seine Tochter Alina, die ihren Vater künftig unterstützen will. „Ich fand schon immer die Vorstellung toll, einen Familienbetrieb zu haben", sagt die 26-Jährige.

Information
Das erwartet die Gäste

In „Schmidt’s Café" soll es morgens Frühstück geben. Mittags ist ein Menü am Buffet geplant, zum Beispiel für Berufstätige in der Mittagspause. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Auch Salatvariationen und Baguettes stehen auf der Karte. Im Café sind auch kleinere Feiern bis 45 Personen möglich. Bis auf den Saal werden die meisten von früher bekannten Räume genutzt. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. Montags ist Ruhetag. Weitere Informationen gibt es unter www.schmidtscafe.de

Das Lokal „Zum Schwan" wurde zwischen 1978 und 1994 betrieben. Das gutbürgerliche Restaurant mit Saal, Clubraum und Kegelbahn war nicht nur bei Vereinen ein beliebter Treffpunkt, von denen laut Schmidt mehr als 80 in der Gaststätte ein- und ausgingen. „Von Fußballvereinen über Brieftaubenzüchter bis zum Mandolinenverein – alle waren hier", erzählt Schmidt.

Auch an die unzähligen Familienfeiern erinnert sich der Gastronom gern. „Wir hatten jede Woche ein bis zwei Hochzeiten. An der größten nahmen 230 Gäste teil." Auch für Konfirmationen sei „Zum Schwan" gefragt gewesen. „An einem Tag hatten wir neun Feiern gleichzeitig", erinnert sich Schmidt.

Auch der eine oder andere prominente Besucher schaute in der Gaststätte im Barntruper Zentrum vorbei, zum Beispiel die Fußballmannschaft Hannover 96 oder Fußballlegende Uwe Seeler mit der Traditionself, die für ein Gastspiel in der Region war. „Auch die Enkelin der letzten Kaiserin von Österreich hat bei uns gegessen", erzählt Schmidt.

1994 fasste der Gastronom dann aus privaten Gründen den Entschluss, das Haus zu schließen. Er habe sich damals ein zweites berufliches Standbein in der Möbelindustrie aufgebaut, berichtet er. Das Gebäude wurde verpachtet. Zuletzt hatte das Westfälische Kinderdorf dort sein Jugendzentrum. Der Auszug habe mit konzeptionellen Änderungen in der Arbeit des Westfälischen Kinderdorfes zu tun, erklärt Mitarbeiterin Ulrike Klappheck auf LZ-Anfrage.

Die Vorbereitungen für den gastronomischen Neuanfang laufen auf Hochtouren. Einen Großteil des Inventars haben Detlef und Alina Schmidt schon untergebracht. Auch die Renovierung der Räume liegt weitgehend hinter ihnen. „Nun folgt die Detailarbeit", freuen sich Vater und Tochter auf die Eröffnung.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2018
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!