Barntrup. Es wird eine besondere Lesung für Svenja Tiedt. Die Autorin schreibt unter dem Pseudonym Konstanze Harlan klassische Liebesromane und ist in Barntrup aufgewachsen. Ihre Mutter arbeitete sogar eine Zeit lang in der hiesigen Stadtbücherei. Dort liest die 48-Jährige am Freitag, 12. September, ab 19 Uhr aus ihrem Buch „Liebe, Chaos und Kartoffelsalat“. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten, damit auch künftig Lesungen angeboten werden können. Anmeldung per E-Mail an buecherei@barntrup.de. Mittlerweile lebt die Autorin mit ihrer Familie in Hamburg. Die Stadt hat sie während ihres Studiums kennengelernt, hat dort unter anderem Theaterregie studiert. Später inszenierte sie einige Opern, auch Kinderopern. Erst als sie ihr zweites Kind bekommen hatte und in der Elternzeit war, sei sie so richtig mit dem Buchschreiben angefangen. „Mit Blick auf die Spielplätze“, erinnert sich Tiedt und lacht. Von der Metropole aufs Land Ihr erstes Buch „Wer den Frosch küsst“ erschien 2018. Zwei weitere sind derzeit auf dem Markt. In „Liebe, Chaos und Kartoffelsalat“ geht es um die junge Laura. Nach dem Tod ihrer Mutter lässt sie alles hinter sich, um nach New York zu gehen. Dort lebt sie zunächst ein märchenhaftes Leben im Luxus, dank ihres Traumprinzen - der sie dann jedoch betrügt. Ohne Geld und ohne Job verlässt sie überstürzt die Metropole und findet Unterschlupf bei ihrer Schwester Susanna, die mittlerweile im Elternhaus in Schwarnberg auf dem Land wohnt. „Dort findet sie dann doch noch das Glück“, verrät Tiedt. Als Inspiration für das fiktive Schwarnberg diente natürlich Barntrup, die Heimat der Autorin. Einige ihrer ehemaligen Klassenkameraden seien wie sie selbst zunächst durch die Welt gezogen, schließlich aber wieder nach Barntrup zurückgekehrt - anders als sie selbst. „Manchmal muss man erst weggehen, um zu erkennen, wie schön etwas eigentlich ist“, meint Tiedt. Auch ihre Kinder würden sich jedes Mal freuen, hierherzukommen. „Weil es ruhig ist und es den Wald gleich um die Ecke gibt. Wir besuchen auch gerne das Freilichtmuseum in Detmold“, erzählt die 48-Jährige. Mittlerweile ist das Bücherschreiben zu ihrem Hauptjob geworden. Demnächst soll eine Krimi-Serie erscheinen, die am Gardasee spielt. Sie inszeniert aber auch gerne noch Stücke, wenn es zeitlich mit der Familie passt. Am Freitag wird diese auch mit zur Lesung in die Heimat kommen. Dorthin, wo Svenja Tiedt als Kind selbst viele Stunden verbracht hat. „Das wird emotional“, freut sich die Autorin schon.