Blomberg. Was bringt die Nelkenstadt nach vorn? Auf jeden Fall der Versuch, etwas Neues zu wagen, und genau das hatten Vorsitzende Kathrin Ridder und ihr Stellvertreter André Köller bei der jüngsten Jahreshauptversammlung von Blomberg Marketing im Angebot: In wenigen Wochen startet in Blomberg eine „Lauschtour“. Hier können sich die Gäste über eine ganz besondere App zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Nelkenstadt führen lassen, können gleichzeitig die Eindrücke auf sich wirken lassen, während sie zuhören. Für die Mitglieder von Blomberg Marketing ein gutes Beispiel, das die Erkenntnis rechtfertigt: Der Vorstand macht einen guten Job. Das bekräftigten sie mit ihrem Votum bei der jüngsten Hauptversammlung im Sparkassengebäude und bestätigten die Vereinsspitze - neben den Vorsitzenden auch Schatzmeisterin Martin Denker und Schriftführerin Kerstin Büker - prompt im Amt. Ohne Ehrenamt geht gar nichts Doch wäre die Vereinsführung nichts ohne den Einsatz all der ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter: „Gerade in Zeiten, wo es mit den Finanzen schwieriger wird, lebt so ein Verein natürlich vom Ehrenamt und es gibt in Blomberg ganz viele Menschen, die sich auf vielfältige Weise einbringen“, sagte die Vorsitzende. „Dafür sind wir sehr dankbar.“ Gelegenheiten, sich einzubringen, gibt es wahrlich genug. Gerade erst liegt der Frühlingsmarkt als gelungener Saisonauftakt hinter der Nelkenstadt, aber die beliebte Kunstmauer und die Sommerklänge im Schweigegarten kommen im August noch. In diesem Jahr gibt es dagegen kein Nelkenfest, da Blomberg sich bereits intensiv auf das Schützen- und Heimatfest vorbereitet, das in diesem Jahr vom 3. bis zum 6. Juli stattfindet. Überdies können sich Einheimische und Gäste noch auf die Blomberger Weihnacht mit der tollen Weihnachtsbeleuchtung, den Sint Nicolaas-Markt vom Heimatverein Sint Nicolaas und das Weihnachtskonzert in der Klosterkirche freuen. Dass in diesem Jahr das Charles-Dickens-Festival ausfällt, bedauere der Verein. „Als der Veranstaltungskalender gedruckt wurde, war allerdings die Nachricht noch nicht bekannt gewesen, sodass die Veranstaltung dort noch erwähnt ist“, sagt der stellvertretende Vorsitzende André Köller im Gespräch mit der LZ. Kooperation gehört zum Konzept Blomberg Marketing will auch weiterhin auf Kooperation mit anderen Institutionen und Vereinen setzen, betont Pressesprecher Detlef Stock. „So gibt es eine ganze Reihe von Kulturveranstaltungen, die in der Regel in Zusammenarbeit mit der Stadt Blomberg durchgeführt werden und sich an die verschiedensten Zielgruppen richten“, und Vorsitzende Kathrin Ridder ergänzt: „Ihnen allen danke ich sehr herzlich für die gute und enge Zusammenarbeit.“ Dass all das nicht ohne funktionierende Geschäftsstelle klappen kann, liegt auf der Hand. „Mein Dank gilt darum auch dem kompletten Team der Geschäftsstelle mit ihrem neuen Leiter Niklas Begemann-Frerk“, betonte die Vorsitzende. Mehr Ideen als finanzielle Möglichkeiten Natürlich kostet eine solche Geschäftsstelle, die ja nicht nur die Visitenkarte von Blomberg Marketing ist, sondern auch den zahlenden Mitgliedern zur Verfügung steht, Geld. Schatzmeister Martin Denker konnte von einem ausgeglichenen Jahreshaushalt berichten. Und das ist ein Kunststück in Zeiten steigender Preise, gerade auch für Sicherheitskonzepte bei größeren Veranstaltungen. „Obwohl wir im vergangenen Jahr die Mitgliedsbeiträge moderat erhöht haben, gibt es deutlich mehr Marketing-Ideen als finanzielle Möglichkeiten. Hier ist Kreativität gefordert“, sagt Detlef Stock. Und genau für diese Kreativität hat der Vorstand Unterstützung von den Beisitzern Andrea Plat, Ute Radeck, Peter Hümmeler sowie nun auch von Katja Wiegräbe, die Gustav Krull ablösen wird. Der langjährige Sprecher in Sachen Einzelhandel zieht sich aus der Vorstandsarbeit zurück, bleibt Blomberg Marketing aber weiterhin treu. In der abschließenden Diskussion wurde noch einmal deutlich, welchen Stellenwert Blomberg Marketing in der Stadt insgesamt hat. Durch das jetzt seit 25 Jahren bestehende Zusammenwirken von privaten Initiativen, der städtischen Verwaltung, den örtlichen Parteien, vielen Vereinen, Organisationen und Selbstständigen beziehungsweise Wirtschaftsunternehmen ergebe sich ein wertvolles und wichtiges Netzwerk in der Region. „Dies soll und wird auch in Zukunft intensiv gepflegt und weiterentwickelt werden“, so lautet die Botschaft des Vorstandes.