Blomberg. Die genaue Ursache konnte der Sprecher des Netzbetreibers Westfalen Weser am selben Abend der LZ noch nicht nennen: „Wir haben noch keinen Störungsbericht“, sagte er. Fakt ist aber, dass um 17.58 Uhr zwei Leitungen im Blomberger Umspannwerk ausgefallen sind. Und das führte in vielen Blomberger Bereichen nicht nur dazu, dass es zappenduster wurde: Auch der Abendeinkauf im Blomberger Marktkauf fiel erst mal flach. Wer die Störungshotline anrief, erfuhr, dass der Netzbetreiber mit einer Behebung des Schadens gegen 20.30 Uhr rechne, aber tatsächlich waren die Techniker mit ersten Erfolgen schneller: „Die erste Teilversorgung konnte um 18.45 Uhr wieder hergestellt werden“, berichtete der Sprecher. Zu der Zeit war allerdings der Marktkauf noch dicht, auf dem Parkplatz standen nur einige vereinzelte Autos, und die Notbeleuchtung war an. Lediglich der Getränkemarkt blieb hell erleuchtet im Betrieb. Erst eine Stunde später sagte eine Mitarbeiterin am Marktkauf-Telefon: „Wir haben wieder geöffnet, Sie können gern noch einkaufen.“ Gesamtanalyse steht noch aus Bürgermeister Christoph Dolle meldete sich zwischenzeitlich auf Facebook in der Blomberg-Gruppe zu Wort und berichtete, dass nach Rücksprache mit den Blomberger Versorgungsbetrieben und dem Netzbetreiber zwar bereits Teile entstört seien. „Aber es liegt noch keine Gesamtanalyse vor“, schrieb er. Welche Bereiche tatsächlich von der Störung betroffen waren, konnte Westfalen Weser noch nicht umfassen, aber die Posts in den sozialen Medien lassen den Umfang erahnen: Anscheinend war das Wohngebiet Bexten demnach ebenso betroffen wie die Steinkuhle sowie die Ulmenallee und das Schulzentrum, der Flachsmarkt und Teile des Hamburger Berges. Angeblich gab es auch in der Altstadt teilweise keinen Strom, etwa in der Burgstraße, während die Pizzeria Apollo weiter hungrige Gäste bedienen konnte. „Uns haben einige Gäste angerufen und gefragt, ob wir Strom haben, aber bei uns war alles normal“, sagte Marion Pacillo.