Historikerin skizziert das Leben der Irma Fechenbach-Fey

Das Leben von Irma Fechenbach-Fey wird im Landesarchiv porträtiert

Sven Koch

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Eine starke Frau: Irma Fechenbach-Fey. - © PRIVAT
Eine starke Frau: Irma Fechenbach-Fey. (© PRIVAT)

Die Historikerin Ingrid Schäfer will am Montag, 29. Februar, um 19 Uhr im Landesarchiv NRW an der Willi-Hoffmann-Straße in ihrem Vortrag zeigen, dass Irma Fechenbach-Fey nicht nur die „Frau von...“ war.

Denn tatsächlich sei Irma Fechenbach-Fey ein hochpolitischer Mensch gewesen, heißt es in der Ankündigung. Als junge Frau habe sie sich beispielsweise in der sozialistischen Kinderorganisation „Die Kinderfreunde“ engagiert, in der sie zahlreiche Kinderzeltlager und Kindergruppen nach demokratischen Vorstellungen geleitet habe. Auch im Schweizer Exil schloss sie sich politischen Gruppen an. Außerdem habe für die Fechenbachs Politik nicht an der Wohnungstür geendet: „Sie führten eine moderne, nämlich partnerschaftliche Ehe nach dem sozialistischen Modell der Kameradschaftsehe, wie sie in den 1920er Jahren geradezu revolutionär anmutete. Die Fechenbachs hatten nämlich eine Vision einer gerechteren Gesellschaft“, schreibt das Landesarchiv.

Ingrid Schäfer zeichne in der im Jahr 2003 erschienen Biografie über Irma Fechenbach-Fey das Leben einer Jüdin, Sozialistin und Emigrantin, einer mutigen und starken Frau nach. Sie vervollständige damit auch das Bild von Felix Fechenbach. Denn sein politisches Wirken sei ohne das Zusammenleben und -arbeiten mit seiner Frau Irma Fechenbach-Fey und seiner Familie nicht zu verstehen.

Der Eintritt ist frei.

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