Mammut-Prozess gegen den „Führerscheinkönig“

Erol Kamisli

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Bald auf der Anklagebank: Rolf Herbrechtsmeier mit Führerscheinen aus Ungarn, die er zurückbehalten hat, nachdem seine Kunden nicht zahlten. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten. Der Geschäftsmann ist wegen Betrugs in 650 Fällen angeklagt. - © Bernhard Preuss
Bald auf der Anklagebank: Rolf Herbrechtsmeier mit Führerscheinen aus Ungarn, die er zurückbehalten hat, nachdem seine Kunden nicht zahlten. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten. Der Geschäftsmann ist wegen Betrugs in 650 Fällen angeklagt. (© Bernhard Preuss)

Rolf Herbrechtsmeier muss sich wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verantworten.


Der Detmolder rechnet mit einem Freispruch. Die Wirtschaftskammer des Landgerichts hat 40 Verhandlungstage angesetzt.

Für Autofahrer, die den Führerschein verloren haben, will er die Rettung sein. Für die Ermittlungsbehörden ist Rolf Herbrechtsmeier (51) aus Detmold ein gefährlicher Geschäftemacher, dem das Handwerk gelegt werden muss.

Nach mehrjährigen Ermittlungen der Detmolder Staatsanwaltschaft hat die Wirtschaftskammer des Landgerichts die Klage gegen den Geschäftsmann und seine Ehefrau Antje nun zugelassen – der Prozess startet am 4. Dezember.

Die beiden müssen sich in insgesamt 650 Fällen – auf ihn fallen 490, auf sie 158 Vergehen – wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Steuerhinterziehung verantworten – es geht um 1,8 Millionen Euro. Sie sollen von 2012 bis 2016 Kunden Führerscheine aus Großbritannien versprochen haben, die diese offenbar nie bekamen.

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