Feuerwehr rettet einen Menschen und zwei Hunde vor Großbrand in Detmold

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Detmold. Am Sonntagmorgen wurde die Detmolder Wehr gegen 7.15 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in die Lemgoer Straße gerufen. Ein Spaziergänger hatte bemerkt, wie aus einem Fenster Rauch quoll, und sofort an der Tür geklingelt, um die Bewohner zu warnen. Der Zeuge alarmierte auch Feuerwehr und Polizei.

Bei Eintreffen des hauptamtlichen Personals, des Löschzugs Mitte sowie der Rettungsdienststand schnell fest, dass das Feuer größere Ausmaße hatte als ursprünglich gemeldet. Deshalb wurden die Löschgruppen Brokhausen, Pivitsheide sowie Hiddesen Bentrup und der Löschzug Süd nachalamiert. Die Feuerwehr Lage unterstützte die Löscharbeiten mit einer weiteren Drehleiter, um das Feuer von zwei Seiten bekämpfen zu können. Das Nachbarhaus konnte so vor den Flammen geschützt werden.

Die Feuerwehrleute gingen sofort in das Gebäude und öffneten die Tür zu der betroffenen Dachgeschosswohnung. Dort konnten sie eine 46-jährige Frau und ihren Hund retten, die sich beide noch in der Wohnung befanden. Die Frau wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Klinikum Lippe gebracht. Eine zweite Person, ein ebenfalls im Haus lebender 66-Jähriger, konnte seine Wohnung aus eigener Kraft verlassen. Die Feuerwehr evakuierte die Bewohner des Nachbarhauses, da die Flammen auf das nebenstehende Gebäude überzugreifen drohten.

Im Laufe der Löschmaßnahmen tauchte plötzlich im verrauchten Flur ein weiterer Hund auf, den die Retter einfingen und sofort in Sicherheit brachten.

Gegen 11 Uhr wurden noch Nachlöscharbeiten durchgeführt, die Lemgoer Straße wurde für den Einsatz bis in die Mittagsstunden gesperrt.

Das zweite Obergeschoss sowie das Dachgeschoss des Hauses brannten völlig aus. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mindestens 50.000 Euro. Der Brandort wurde beschlagnahmt, die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.

Die Feuerwehr Detmold war mit 100 Einsatzkräften und 24 Fahrzeugen vor Ort. Es wurden insgesamt 12 Trupps unter Atemschutz eingesetzt, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Die Feuerwehr hat sich auch im Pressebericht noch einmal besonders bei den Anwohnern bedankt, die die Helfer während des Einsatzes bei kalten Temperaturen mit heißen Getränken versorgt haben.

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