Detmold. Die CDU-Ortsunion Hiddesen hat vor der Sommerpause einige Anträge zum Thema Verkehr gestellt. Unter anderem ging es dabei um Tempo 30 auf der Hindenburgstraße. Wer Richtung Hermannsdenkmal unterwegs ist, sollte nach Ansicht der Christdemokraten aufgrund der starken Verkehrsbelastung der Straße und des nahe gelegenen Freibads lieber etwas langsamer fahren müssen - zumindest im unteren Teil, von der großen Kreuzung bis zum Abzweig Heidental. Die Verwaltung erteilte diesem Gesuch jedoch eine Absage. Tempo 30 auf der Hindenburgstraße „Die Hindenburgstraße verfügt im benannten Bereich über eine Geh- und Radweganlage (Schutzstreifen für den Radverkehr)“, erklärt Klaus Zimmermann, Fachbereichsleiter Tiefbau. In unmittelbarer Umgebung gebe es keine schützenswerten Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Seniorenheime. Und der Bereich sei auch nicht unfallauffällig. „Auch ist die Verkehrszahl von 600 bis 700 Fahrzeugbewegungen am Tag für eine Landstraße sehr niedrig. Dies hat dazu geführt, dass die Hindenburgstraße trotz Klassifizierung nicht die Kriterien für die Aufnahme in den Lärmaktionsplan der Stadt Detmold erfüllt hat“, so Zimmermann weiter. Über ebendiesen können ebenfalls Tempolimits angeordnet werden. In diesem Fall gebe es jedoch keine Grundlage für verkehrsrechtliche Maßnahmen. Die Verwaltung wolle aber in Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger (Landesbetrieb Straßen NRW) und der Polizei eine Beschilderung mit Verkehrszeichen 133 („Achtung Fußgänger“) prüfen. Fahrradstraße „Unterer Weg“ Da die Fahrradstraße „Unterer Weg“, die die Ortsteile Heiligenkirchen und Hiddesen verbindet, augenscheinlich in die Jahre gekommen ist, hatte die CDU-Ortsunion die Verwaltung um Prüfung des Zustands gebeten. „Die Verwaltung erarbeitet aktuell für alle Fahrradstraßen in Detmold in Anlehnung an den ,Leitfaden Fahrradstraßen’ ein einheitliches Gestaltungskonzept. Mit der Umgestaltung des Überlaufparkplatzes an der Friedrich-Ebert-Straße wird auch die Verknüpfung der Fahrradstraße ,Unterer Weg’ mit dem Friedenstal verbessert und die Gestaltung der Fahrradstraße überplant“, berichtet Klaus Zimmermann. Mit einer roten Einfärbung der Fahrbahn sowie einem zwei mal drei Meter großen Fahrradstraßen-Piktogramm solle der Eingangsbereich der Fahrradstraße besser hervorgehoben werden; so auch am Kirchweg. Die verkehrsberuhigenden Elemente sollen ausgetauscht werden. „Die Fahrbahndecke ist aktuell in einem verkehrssicheren Zustand. Unterhaltungsmaßnahmen werden in enger Abstimmung mit der Straßenunterhaltung durchgeführt“, so der Fachbereichsleiter weiter. Fördermittel gebe es nicht. Sobald das Umgestaltungskonzept vorliegt, erfolge die Vorstellung im Fachausschuss. Instandsetzung für den Kurweg Der Kurweg in Hiddesen ist aus Sicht der Ortsunion mit besonders grobkörnigem Schotter belegt, der insbesondere für Spaziergänger, welche den Weg mit einem Rollator oder Kinderwagen/ Kinderbuggy nutzten, unnötig schwer zu befahren sei. So war es zumindest zum Zeitpunkt der Antragstellung. Zwischenzeitlich ist der Weg instand gesetzt worden. „Die Straßenunterhaltung führt regelmäßig Instandhaltungsmaßnahmen an der Oberflächenbefestigung durch“, erklärt Klaus Zimmermann. Erst im Mai sei die Oberfläche ausgebessert worden, nachdem es Ausspülungen durch Starkregen gegeben hatte. Der Weg sei begehbar und verkehrssicher. Durch den Einbau einer gebundenen Deckschicht aus feinerem Splitt-/Schottermaterial solle er noch besser mit Rollatoren und anderen Gefährten zu nutzen sein. Damit werde auch die Gefahr von Ausspülungen bei Starkregen reduziert. Der Kostenaufwand wird auf etwa 5000 Euro geschätzt.