Bienenseuche: In Belle ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen

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In Belle ist die Amerikanische Faulbrut in einem Bienenstand festgestellt worden. - © Symbolbild Pixabay
In Belle ist die Amerikanische Faulbrut in einem Bienenstand festgestellt worden. (© Symbolbild Pixabay)

Horn-Bad Meinberg/Belle. Sie befällt die Bienenlarven und ist hochgradig ansteckend: Die Amerikanische Faulbrut, auch Bienenpest genannt. Jetzt ist diese anzeigepflichtige Beinenseuche in einem Bienenstand in Belle festgestellt worden.

Entsprechende Maßnahmen sind auf Anordnung des Amtstierarztes hin bereits eingeleitet worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Lippe. Bei einem Ausbruch dieser Krankheit ist die Festlegung eines Sperrbezirks mit einem Radius von mindestens einem Kilometer rund um den befallenen Bienenstock vorgeschrieben. Die Bienenstände innerhalb dieses Gebietes gelten als gesperrt. Die Amerikanische Faulbrut der Bienen ist eine durch das Bakterium "Paenibacillus larvae" ausgelöste Bienenkrankheit, die für Bienen hochansteckend ist und die Bienenbrut befällt.

Links zum Thema
    Nähere Informationen gibt es auch auf der Internetseite des
    Kreises Lippe im aktuellen Kreisblatt Nr. 31 und in der dort
    veröffentlichten Allgemeinverfügung zur Festlegung des Sperrbezirkes. Hier geht es direkt zu Homepage.
Der derzeitige Sperbezirk. Die Karte sowie weitere Hinweise zur Krankheit können auf der Homepage des Kreises Lippe angesehen sowie nachgelesen werden. - © Screenshot Kreis Lippe
Der derzeitige Sperbezirk. Die Karte sowie weitere Hinweise zur Krankheit können auf der Homepage des Kreises Lippe angesehen sowie nachgelesen werden. (© Screenshot Kreis Lippe)

Alle dem Fachgebiet Veterinärangelegenheiten, Verbraucherschutz in diesem Gebiet bekannten Imker würden über die Sperren und die damit verbundenen Pflichten gesondert informiert. Ihre Bienenvölker würden von Bienensachverständigen oder dem Amtstierarzt aufgesucht und untersucht. Die Untersuchung der Bienenvölker vor Ort besteht aus einer Kontrolle auf klinische Anzeichen der Seuche und der Entnahme von sogenannten Futterkranzproben, die im Labor des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes OWL auf den Erreger der Amerikanischen Faulbrut mikrobiologisch untersucht werden, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises weiter. Bienenstände innerhalb der Sperrbezirke dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden und es dürfen auch keine Bienen oder Bienenvölker in den Sperrbezirk gebracht werden.

Soweit nicht bereits geschehen, habe jeder Imker, der Bienenvölker hält, dies unter Angaben des genauen Standortes und der Völkerzahl beim Veterinäramt anzugeben (Tel. 05231-622171 oder 05231-622190, per Fax an 05231-62224 oder per E-Mail an vetlmue@kreis-lippe.de).

Bereits im vergangenen Jahr war Amerikanische Faulbrut in Oerlinghausen, Detmold und Lage ausgebrochen. Doch die 2017 gebildeten Faulbrut-Sperrbezirke im Kreis Lippe konnten noch im selben Jahr wieder aufgehoben werden und gelten somit nicht mehr.

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