Horn-Bad Meinberg. Der Heimatverein Horn hat im Burgmuseum die Präsentation seiner Ausstellungsstücke rund um das Thema Wasser verbessert. Die NRW-Stiftung hat das mit 15.000 Euro unterstützt. Im Beisein von Dr. Ute Röder aus dem Stiftungsvorstand ist die neu hergerichtete Ausstellung im Roten Saal nun feierlich eröffnet worden. „Wir entwickeln uns immer mehr zu einer geschichtslosen Gesellschaft“, sagte Anne Oelers-Albertin, Vorsitzende des Heimatvereins in ihrer Rede - und hatte auch gleich eine Lösung parat: „Die Schaffung regionaler Identität sollte möglichst früh beginnen.“ Getreu diesem Motto leisten das die Ehrenamtlichen des Heimatvereins mit dem Burgmuseum seit Jahren vorbildlich. 1000 Schüler der 3. bis zur 6. Klasse habe man im Jahr 2024 mit dem museumspädagogischen Programm betreut, sagte Röder. 2025 hätten schon vier Klassen aus Horn vom Heimatverein eine kostenlose Stadtführung bekommen. Bezahlt wird das unter anderem von dem Geld, das der Heimatverein durch seinen „Heimatpreis“ bekommen hat. „Die 3. Klassen bekommen von uns immer eine Stadtführung, die 4. Klassen eine Burgführung“, erklärt Oelers-Albertin. Auch durch zahlreiche dort ausgerichtete Kindergeburtstage hat sich das Burgmuseum inzwischen als außerschulischer Lernort etabliert. Nun können Kinder durchs Rohr gucken „Unzufrieden waren wir deshalb mit der bisherigen Präsentation der Funde zur Wasserversorgung“, sagte Oelers-Albertin, „denn die fanden bei unseren jungen Besuchern kaum Beachtung.“ Warum? Das Potenzial des hölzernen Wasserrohrs aus dem 18. Jahrhundert war als Ausstellungsstück bisher verschenkt worden. Es lag zu tief in einer Vitrine am Boden und ein Ende steckte in einem unzugänglichen Hohlraum in einer der anderen Vitrinen. In seiner neuen Vitrine wird es nun auf Augenhöhe der Kinder gezeigt. Und durch die verglasten Vitrinenabschlüsse kann der forschungsfreudige Nachwuchs nun von beiden Seiten durch das Rohr hindurchschauen. Auch die Brunnenfunde und die Schlösser und Beschläge werden nun im Roten Saal thematisch getrennt präsentiert. „Jetzt fehlt nur noch eine pädagogisch ausgereifte Führung - aber die ist schon in Arbeit“, sagte Oelers-Albertin. Insgesamt 227.450,93 Euro seien nun von 2013 bis 2025 in drei Projekten ins Burgmuseum - in das historische Erbe und das Kleinod der Stadt - geflossen, resümierte sie. Mit 76.000 Euro hatte die NRW-Stiftung vor der aktuellen 15.000-Euro-Förderung schon die Einrichtung der Dauerausstellung und den Umbau des Roten Saals bezuschusst. „Das hohe ehrenamtliche Engagement ist für unsere Stiftung ganz, ganz wichtig“, sagte Dr. Ute Röder. Es sei beeindruckend, was der Heimatverein im Burgmuseum leiste. „Auch bei den Besucherzahlen. Ich kenne ja die Zahlen anderer Museen im Land.“ NRW-Stiftung verspricht weitere Patenschaft Dr. Stella Junger-Schwenner hatte als stellvertretende Bürgermeisterin Anne Oelers-Albertin von Seiten der Stadt einen Umschlag mit einem Scheck in unbekannter Höhe überreicht. Das Thema Wasser sei ja nicht nur historisch relevant, sondern auch gerade - mit Blick auf die Trockenheit - ganz aktuell. „Ohne das Engagement des Heimatvereins gäbe es diesen Ort hier gar nicht“, lobte sie und freute sich, dass nun schon die dritte Förderung des Burgmuseums durch die NRW-Stiftung erfolgt sei. „Das fühlt sich schon fast an wie eine Patenschaft.“ Sie verspreche, dass diese Patenschaft der NRW-Stiftung weiter erhalten bleibe, griff das Dr. Ute Röder in ihrer Rede auf. „Wenn es hier weitere Pläne gibt, wir stehen Ihnen zur Seite“, versprach sie.