Landesamt bestätigt Wolfssichtung in Kalletal

Tilo Sommer und Yvonne Glandien

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Eine Kalletalerin hat einen Wolf fotografiert. Das Foto liegt der Redaktion  nicht vor. - © Symbolfoto: Pixabay
Eine Kalletalerin hat einen Wolf fotografiert. Das Foto liegt der Redaktion  nicht vor. (© Symbolfoto: Pixabay)

Kalletal. Einer Kalletalerin ist ein glücklicher Schnappschuss gelungen, als sie ein vorbeilaufendes Tier fotografiert hat. Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt, handelte es sich dabei um einen Wolf. Es ist der erste Nachweis im Kreis Lippe in diesem Jahr.

Anhand der Bilder vom 22. Juni konnte durch das LANUV und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) ein Wolf identifiziert werden. Über die Identität, Herkunft und Geschlecht des Tieres liegen bislang keine Informationen vor, teilt das Landesamt mit. Verifiziert wurde der Aufnahmeort von Thomas Pusch, Wolfsberater im Kreis Lippe. Durch die Verifizierung wird sichergestellt, dass das Foto auch tatsächlich an dem angegebenen Ort entstanden ist. Genauer ins Detail, wo das Tier gesichtet wurde, möchte Pusch nicht gehen. Auch, um Natur und Anwohner vor Schaulustigen und Wolfstourismus zu schützen. Pusch: „Ein Wolf kann 70 Kilometer am Tag laufen. Als ich vor Ort war, war er vielleicht schon in Rheinland-Pfalz."

Bislang gab es in diesem Jahr 22 Wolfsnachweise in NRW, die etwa durch Fotos oder DNA-Spuren nachgewiesen werden konnten. Am 22. Juni wurde auch in Hüllhorst (Kreis Minden-Lübbecke) ein Wolf gesichtet. Ob es sich dabei um das selbe Tier handelt, das am gleichen Tag rund 30 Kilometer weiter in Kalletal fotografiert wurde, ist nicht bekannt. Ende April entstand bereits in Rietberg (Kreis Gütersloh) ein Video von einem Wolf. Zudem kamen im Kreis Minden-Lübbecke bei Unfällen in Petershagen (8. April) und Porta Westfalica (30. März) zwei Wölfe ums Leben.

Zuletzt hatte es eine Wolfssichtung zwischen Bielefeld und Paderborn gegeben. Den bis dahin letzten Wolfsnachweis im Kreis Lippe gab es nach einem Wildtierriss in Schlangen am 27. Juli 2018

In NRW werden auf der gesamten Landesfläche Haustierrisse, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann, zu 100 Prozent entschädigt. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden auch Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den insgesamt möglichen Förderhöhen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

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