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Konzert zum Jahresabschluss

Dorfmusikanten aus Lippe überzeugen mit 16 Liedern

Kalletal-Varenholz. Am drittletzten Abend des Jahres 2023 kamen rund 50 Besucherinnen und Besucher in die Schlosskirche Varenholz, um dem Blasmusikspiel der Dorfmusikanten aus Lippe zu lauschen. Und sie wurden nicht enttäuscht: die acht Musiker, von denen einige sogar aus dem Hamelner Raum kommen, hatten 14 Lieder im Programm. Zudem erfreuten sie auch noch mit zwei Zugaben. Laut einer Pressemitteilung der Veranstalter verabschiedete das Publikum die in schwarzen Hosen und weißen Hemden erschienenen Künstler mit herzlichem Beifall.

Das Konzert eröffnet hatte Gemeindesekretärin Michaela Mannetter. „Lieder bestimmen oft unser Leben“, sagte sie laut der Mitteilung. Sie freute sich, dass auch zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr anwesend waren, die „beim Hochwasser viel geleistet haben“. Michaela Mannetter wörtlich ans Publikum gewandt: „Bitte singen Sie mit, schunkeln Sie.“

Ein schöner Service der Musikanten war, dass vor den jeweiligen Liedern, meist in Blöcken zusammengefasst, Informationen darüber und dazu gegeben wurden. Das nahm Kai Rellersmann per Mikrofon vor.

Publikum singt und schunkelt

Im ersten Programmteil bis zur Pause standen acht Melodien auf dem Programm. Es gab zum Beispiel die Polka „Böhmische Liebe“ und das Egerländer-Lied „Urlaubsschein“. Aus einem Broadway-Musical stammte das berühmte „Hello Dolly“. „Unser Programm ist leicht orientalisch angehaucht“, erklärte Rellersmann und spielte dabei auch auf den „Maxglaner Zigeunermarsch“ an.

Fußballfreunde dürfte der „Steigermarsch“ nicht unbekannt sein, der in den Stadien von Gelsenkirchen und Aue immer gespielt wird. Damit begann laut Mitteilung der zweite Teil des Konzerts. Den Bee-Gees-Hit „How deep is your love“ spielten die Musikanten ebenso begeisternd wie das berühmte „Halleluja“ von Leonard Cohen. Das Programm vor den beiden Zugaben beendete der Hit der DDR-Gruppe Karat: „Über sieben Brücken musst du gehen.“ Auch Peter Maffay hat diesen Song intoniert.

Bei der ersten Zugabe, „Wo die Weser einen großen Bogen macht“, sangen Teile des Publikums mit, während andere schunkelten. Das Schlusslied war „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“, bekannt gemacht durch die „Nilsen Brothers.“

Zu erwähnen sei auch eine Einlage von Michael Schoppe, der ansonsten das Schlagzeug bediente. Diesmal ging er jedoch ans Xylofon, das er beim Lied „Zirkus Renz“ meisterhaft und rasant bediente. Das gab Sonderapplaus.

In der Pause zwischen den beiden Programmteilen servierte die Kirchengemeinde Varenholz durch Küsterin Marita Kollert Imbiss und Getränke. Ein kleiner Randaspekt: Die Leitung der Dorfmusikkanten aus Lippe haben Christian Tegtmeier und Andreas Peglow. Letztgenannter wohnt in Langenholzhausen. Und er wurde tatsächlich nach dem Konzert gefragt, ob er mit dem früher bekannten Humoristen „Nelkenheini“ verwandt wäre. „Das war mein Onkel“, erklärte Peglow. So war auch das geklärt.

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