Bei ISRI gelten wieder Tarife

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Isringhausen und die IG Metall haben sich geeignigt: Sämtliche Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie gelten wieder. - © Till Brand
Isringhausen und die IG Metall haben sich geeignigt: Sämtliche Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie gelten wieder. (© Till Brand)

Lemgo. Die Gewerkschaft IG Metall und der KfZ-Zulieferer Isringhausen (ISRI) haben ihren Tarifkonflikt beigelegt. Rückwirkend ab dem 1. Juli gelten wieder sämtliche Tarifverträge der Metall und Elektroindustrie für das Tarifgebiet NRW.

„Mit der Vereinbarung dieses unbefristet geltenden Anerkennungstarifvertrags" sei es gelungen, die Einkommen und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten bei ISRI wieder in Kraft zu setzen und abzusichern, erklärt Erich Koch, Erster Bevollmächtigter der IG Metall in Lippe, in einer Pressemitteilung. Dies betreffe unter anderem die Entgelttabellen, Eingruppierungen, die Arbeitszeit, sämtliche tariflichen Urlaubsbestimmungen, Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, das tarifliche Zusatzgeld, Altersteilzeit, Übernahme von Auszubildenden, besonderen Kündigungsschutz, Entgeltsicherung und einiges mehr.

Gespräche und Mitgliederentscheid sollen folgen

„Dieser Tarifvertrag ist die Grundlage aller weiteren Gespräche mit der Geschäftsleitung. Diese hatte gegenüber der IG Metall die Forderung erhoben, über einen befristeten Zeitraum von den Tarifverträgen aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen abweichen zu wollen.

Hinsichtlich dieser Forderung werde die Gewerkschaft nach Auskunft des Arbeitgebers gegenüber den Beschäftigten die betriebliche Situation mit den Mitgliedern beraten. Über einen Mitgliederentscheid soll dann abgestimmt werden, ob und wenn in welchem Umfang die IG Metall zu Verhandlungen über eine Novellierung des noch laufenden Ergänzungstarifvertrags Verhandlungen führen wird.

„Zunächst ist für uns jedoch wichtig gewesen den Anerkennungstarifvertrag wieder mit und durch unsere Mitgliederstärke und Solidarität zu erreichen. Dieses lässt uns auch selbstbewusst und zuversichtlich in die Gespräche mit dem Arbeitgeber zur Sicherung des Standortes und der Arbeitsplätze bei ISRI in Lemgo gehen", wird Erich Koch abschließend zitiert.

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