Fassadenplatte löst sich am MWG und fällt runter

Kirsten Fuhrmann

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Der Bereich, in dem die Platte heruntergestürzt ist, ist weiträumig abgesperrt. - © Lorraine Brinkmann
Der Bereich, in dem die Platte heruntergestürzt ist, ist weiträumig abgesperrt. (© Lorraine Brinkmann)

Lemgo. Wer dieser Tage am Marianne-Weber-Gymnasium (MWG) vorbeifährt, dem dürfte das rot-weiße Flatterband ins Auge fallen. Der Bereich am Haupteingang, an den Fahrradständern, ist abgesperrt, weil sich acht Meter weiter oben eine Fassadenplatte gelöst hat und runtergefallen ist. Glücklicherweise ist niemand verletzt worden. Eine Reparatur wird lange dauern und teuer werden, wie Regine Schmelzer von der Stadt erklärt.

„Der Dachrand des Gebäudes ist mit Platten verkleidet", erklärt Schmelzer. „Eine der waagerecht hängenden ist runtergefallen." Glücklicherweise außerhalb des Schulbetriebs, sodass niemand zu Schaden gekommen ist. Der Hausmeister habe die Platte, bestehend aus sogenanntem Faserzement, entdeckt. Deshalb ist der entsprechende Bereich nun weitläufig abgesperrt. Weitere Platten haben sich nicht gelöst, versichert sie. Der Grund für den Schaden? „Die Platten wurden nicht fachgerecht befestigt und die Unterkonstruktion nicht fachgerecht erstellt, als das Gebäude vor etwa zehn Jahren saniert wurde", sagt Regine Schmelzer. Das Problem: Das Unternehmen, das die Arbeiten damals durchgeführt hat, gibt es nicht mehr. Der Inhaber ist in Rente gegangen.

Der Aufwand, den Schaden zu reparieren, ist nun noch größer, musste zunächst ein Sachverständiger eingeschaltet werden, der die Situation bewertet. Das Ergebnis: Der Dachüberhang muss komplett demontiert und erneuert werden. Dazu muss außerdem die Statik erneut berechnet werden. Da all das nicht ganz günstig wird, muss die Stadt ein Vergabeverfahren starten. Und das sei nicht von heute auf morgen über die Bühne gebracht. „Wahrscheinlich dauert es länger als drei Monate", sagt sie. Die Demontage soll jedenfalls schon in den nächsten Wochen erfolgen, damit keine Gefahr mehr besteht.

Mit dem großen Baugerüst, das von der Franz-Liszt-Straße aus zu sehen ist, hat der Fassadenschaden indes nichts zu tun. Das ist lediglich für Dacharbeiten aufgestellt.

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