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Religionsunterricht

Schüler aus Lemgo gewinnen Wettbewerb der Landeskirche zum Thema Klimaschutz

Lemgo. Die Kirchen setzen sich seit längerem aus theologischen, ethischen und humanitären Gründen für den Klimaschutz und mehr Klimagerechtigkeit ein. Auch der Religionsunterricht soll sich damit beschäftigen. Deshalb hatte das Schulreferat der Lippischen Landeskirche einen Schülerwettbewerb mit dem Titel "Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft", ausgelobt, bei dem ein Religionskurs der Q1 des Marianne-Weber-Gymnasiums (MWG) unter Leitung von Sandra Feringa-Lampe den ersten Preis in Höhe von 300 Euro im Bereich Sekundarstufe II/Berufskolleg gewonnen hat.

Kriterien waren der thematische Bezug, die Gegenwartsrelevanz, die Eigenleistung und die Kreativität der Schüler. Ihre kreative Herangehensweise an das Thema, gepaart mit ihrer Tiefe und ihrem Verständnis für die komplexen Zusammenhänge, hat die Jury nach eigenen Angaben beeindruckt und den Lemgoer Schülern den ersten Platz eingebracht.

Die Klimakrise erreicht traurige Rekorde und betrifft gerade die Zukunft junger Menschen. Schon jetzt hat sich die Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,2 Grad erhöht. Der Klimawandel verschärft weltweit Ungerechtigkeiten, zerstört Lebensraum und zwingt Menschen zur Flucht. Im Unterricht haben sich 16 Schülerinnen und Schüler des Oberstufenkurses mit der Frage beschäftigt, welche Möglichkeiten sich bieten, die Schöpfung zu bewahren und aus christlicher Perspektive auf den Klimawandel zu reagieren.

„Es werde Licht“

„Die Grundidee war, alle Religionen und Menschen mit ins Boot zu holen, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen“, sagt Schüler Finn-Joost Quasthoff. Stellvertretend dafür wurde ein Schaukasten entworfen, in dem die Symbole der großen Weltreligionen zu sehen sind und die Erde am seidenen Faden hängt. Auf dem Globus markieren Fähnchen Katastrophen mit entsprechenden Schlagzeilen, die der Klimawandel verursacht hat. Über allem schwebt eine Lichterkette wie ein Heiligenschein, der die Erde erleuchtet. Das erinnert an den ersten Schöpfungstag, als Gott spricht: „Es werde Licht!“

Der Globus lässt sich drehen und ist von allen Seiten sichtbar. Aus Gründen der Nachhaltigkeit wurden nur Second-Hand-Materialien genutzt, und alle Schüler arbeiteten kreativ zusammen. „Der interrelligiöse Aspekt und künstlerische Zugang hat die Jury überzeugt“, lobt Andreas Mattke, Schulreferent der Lippischen Landeskirche. Ein zusätzlich eingereichter Film und ein Text erläutern die Intention des Kunstwerkes. Am Ende steht der Appell, dass alle etwas gegen die Klimakrise tun müssen.

„Alle Kursteilnehmer haben hoch motiviert dazu einen eigenen Beitrag geleistet“, berichtet Lehrerin Sandra Feringa-Lampe.

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