Lemgo. Am 1. Mai heißt es in der alten Hansestadt traditionell: „Lemgo macht ein Fass auf" – und das bereits zum 25. Mal. Tausende Besucherinnen und Besucher zog es bei bestem Frühlingswetter in die Innenstadt sowie in die umliegenden Ortsteile. Ein vielfältiges Programm aus Musik, Kulinarik und Familienaktionen verwandelte Lemgo in eine große Festmeile. In diesem Jahr erstmals unter neuer Organisation: Die „All Inn Event GmbH" führte das Traditionsfest weiter. Einigen lag der Akzent zu stark in der Mittelstraße und die Lokale an den Randgebieten wurden zu wenig beworben. Hier könnte ein Flyer helfen, der eine Übersicht über die beteiligten Lokale gibt. Stimmungsvolle Innenstadt – neue Sicherheitskonzepte Besonders in der Mittelstraße herrschte reges Treiben. Dank neuer Sicherheitsauflagen wurde die Straße vollständig abgesperrt, mit Pollern und Lkw gesichert. Auch die Engelbert-Kaempfer-Straße war gesperrt – eine Maßnahme, die den reibungslosen Ablauf garantierte und von den Besuchern weitgehend positiv aufgenommen wurde. Die Gastronomen rund um das Zentrum boten ein beeindruckendes Repertoire: Ob Live-Musik von „4SOULS" auf dem Marktplatz, Reggae und Drum & Bass im „Café Ankerplatz", DJ-Sounds im Lippegarten oder die rockige „Red Cadillac Band" in der „Zündkerze" – musikalisch war für jeden Geschmack etwas dabei. Kulinarisch gab es vom klassischen Grillteller über neapolitanische Steinofenpizza bis hin zu Longdrinks, Eis und Kaffeespezialitäten eine bunte Auswahl. Auch die türkisch-islamische Gemeinde bereicherte das Fest mit einem vielfältigen Angebot. Vielfalt auch in den Ortsteilen Doch nicht nur die Innenstadt war in Feierlaune: Auch die Gastronomen in Leese, Lieme, Lüerdissen und Hörstmar öffneten ihre Biergärten und Höfe. Der „Leeser Krug" lud mit Hüpfburg und Fußball-Dart vor allem Familien ein, während im „Liemer Krug" die Band „Die Vantasten" für Stimmung sorgte. In Hörstmar klang der Tag bei DJ-Musik gemütlich aus, und in Lüerdissen kümmerte sich das Gasthaus Lallmann um das leibliche Wohl der Gäste. Neu war in diesem Jahr die Eigenorganisation der Außenbereiche. Dass der Stadtbus diesmal nicht fuhr, hielt die Gäste nicht vom Feiern ab, die die Außenbereiche mit dem Fahrrad erreichten. Nach 25 Jahren hatte der Wirteverein die Verantwortung abgegeben – gestiegene Anforderungen an Sicherheit und Haftung machten diesen Schritt notwendig. Mit Michael „Juppi" Nawrot und Dirk Mesch von der „All Inn Event GmbH" übernahmen zwei erfahrene Lemgoer Gastronomen das Ruder. Sie sorgten nicht nur für ein gut durchdachtes Sicherheitskonzept in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, sondern auch für ein reibungsloses Fest. Kein Oldtimer-Treff, aber volle Gassen Aus Sicherheitsgründen musste in diesem Jahr auf den beliebten Oldtimer-Treff in der Innenstadt verzichtet werden. Dafür trafen sich einige Oldtimer im „Leeser Krug". „Das kann im nächsten Jahr ausgebaut werden", freute sich Anja Limberg, Chefin des Hauses.