Lemgo. Die Stadt Lemgo startet ein Förderprogramm für grüne Gärten und will damit die Artenvielfalt stärken. Mit insgesamt 10.000 Euro werden damit Anwohner unterstützt, die ihre geschotterten oder asphaltierten Flächen in nurnahe Gärten umwandeln. Bis zu 50 Prozent werden pro Maßnahme bezuschusst, höchsten 800 Euro. Damit gibt es grünes Licht für einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, den die Fraktion bereits im vergangenen Jahr gestellt hat. Damit, so erklärt Dr. Burkhard Pohl, Grünen-Fraktionschef, werde der Artenschutz gefördert, zudem würde die Maßnahme auch gegen die Klimaerhitzung helfen. „Steine nehmen sehr viel Sonnenwärme auf, speichern diese und geben die gespeicherte Wärme wieder ab. Eine Abkühlung in der Nacht kann kaum mehr stattfinden; das beeinträchtigt das Wohlbefinden der Bewohner in den immer heißer werdenden Jahreszeiten“, ergänzt seine Fraktionskollegin Martina Klein. Das wird gefördert Laut Vorgabe können folgende Maßnahmen gefördert werden: die Abfuhr und Entsorgung von Schotter, Kies, Beton und Steinzeug sowie die Lieferung und Einbringung von Mutterboden, die Neubepflanzung mit Bäumen, Sträuchern, Stauden und/oder das Aufbringen von Saatgut für Blühwiesen. Dabei ist bei der Auswahl von Pflanzen und Saatgut ein regionaler Bezug vorgesehen. Förderfähig sind ebenfalls Planungen oder Dienstleistungen von Gartenbaubetrieben oder anderen Anbietern. Das Förderprogramm ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. Weitere Informationen gibt es bei der Stadt Lemgo.