Lemgo. Der ADFC Lippe (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) hat sich in den Kommunen umgeschaut. In loser Folge zeigt die LZ auf, wo es aus seiner Sicht gute Ansätze gibt und was verbesserungswürdig ist. In Lemgo verteilt der Fahrradclub Lob und Tadel in Bezug auf die Fahrradständer am Klinikum: Am Haupteingang wurden die überdachten alten Fahrradständer vor einigen Monaten durch neue Anschließbügel ergänzt. An sich eine gute Sache, meint der ADFC – aber mit einem Haken. Er urteilt: „Gut gemeint, aber schlecht gemacht.“ Zu den „untauglichen ,Felgenkillern“, die wettergeschützt in der Mitte des Daches standen, wurden laut ADFC seitlich zwei Reihen sogenannter U-Bügel hinzugefügt. Unter „Felgenkillern“ verstehen die Rad-Fachleute herkömmliche Fahrradständer in Form von Vorderradbügeln: Denn bei diesen können sich die Felgen verbiegen, wenn die Räder sich zur Seite neigen. Sinnvoll seien heute U-Bügel, an die das Rad angelehnt werden kann und die die Möglichkeit bieten, Vorderrad und Rahmen mit einem stabilen Schloss anzuschließen. „Vermehrung war erforderlich“ Zurück zum Klinikum in Lemgo: „Die Vermehrung der Anzahl der Abstell- und Anschließmöglichkeiten war dringend erforderlich, wie man jeden Tag vor Ort sehen kann“, stellt der ADFC fest. Und fragt zugleich, warum nicht die alten „Felgenkiller“ gleich ganz entfernt und die beiden Reihen neuer Bügel unter das Dach gestellt wurden. Denn jetzt seien die inneren, alten Halter meist unbenutzt, während die Räder an den Seiten dem Regen ausgesetzt seien. Und: Weitere Anlehnbügel wären dringend erforderlich, findet der Fahrradclub und fügt hinzu: „Der ADFC berät gern!“ Dieses Angebot will das Klinikum annehmen, wie Pressesprecher Christian Ritterbach auf LZ-Anfrage antwortet. „Wir freuen uns darüber“, betont er, nicht ohne zu erwähnen, dass es auf dem Klinikums-Gelände in Lemgo noch allerhand andere Fahrradabstellmöglichkeiten gebe. Diese würden mitunter übersehen, seien aber zum allergrößten Teil überdacht und mit U-Bügeln ausgestattet. Soll heißen: Es gebe durchaus weitere Kapazitäten zum Fahrradabstellen am Klinikum. Kein Dach haben nach Ritterbachs Angaben die Fahrradbügel vor dem Haupteingang am Medicum. Aber auch im benachbarten Parkhaus gebe es überdachte Fahrradständer, genauso an der Zufahrt Siechenstraße und – für Mitarbeiter – im Wirtschaftshof am Klinikum hinter der Notaufnahme. Was sich da verbessern lässt, das werden ADFC und Klinikum dann sicherlich gemeinsam ausloten.