Lemgo. Das Schützenhaus ist in die Jahre gekommen. Vor gut 40 Jahren gebaut, stehen jetzt energetische Sanierungen an. Gut 200.000 Euro will die Schützengesellschaft Lemgo dafür in die Hand nehmen. Und auch die Pläne für die weitere Nutzung kommen voran. Im Dezember werden nach Aussagen von Pressesprecher Wilfried Thiel die Arbeiten am Dach beginnen. Das wird neu eingedeckt und erhält eine Isolierung. Auch die Türen im Eingangsbereich werden energetisch gedämmt und die Warmwasserversorgung dezentralisiert, um Energiekosten zu senken. Läuft alles nach Plan, sollen die energetischen Maßnahmen bis zum Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Pächter für das Dachgeschoss Derzeit laufen Verhandlungen, um die Räume im Dachgeschoss wieder zu vermieten. Zuletzt war die Tanzschule Hey dort untergebracht, hatte sich dann aber an der Lageschen Straße neu orientiert. Frei werden auch die Räume im Erdgeschoss, die noch bis Ende des Jahres von JT Catering genutzt werden. Im Anschluss wollen die Schützen Saal und Co. für Feierlichkeiten an Privatleute oder auch Vereine und Unternehmen vermieten. Wie berichtet findet dort einmal im Monat auch das Nachbarschaftscafé statt, das die Schützen für 200 Euro an die Ehrenamtler vermietet haben. Die können die Kosten dank Spenden, auch von den heimischen Parteien, stemmen. Die Räume im Keller bleiben der Schützengesellschaft vorbehalten. „Es bleibt für die Schützengesellschaft eine Herausforderung, das Schützenhaus zu sanieren“, erklärt Pressesprecher Wilfried Thiel. 200.000 Euro allein für die energetische Sanierung seien für den Traditionsverein eine große finanzielle Bürde, die die Aktiven hoffen, auch mit Hilfe von Spendern finanzieren zu können. Zuletzt waren die Räumlichkeiten 2014 in Kooperation mit einem Veranstaltungsunternehmer komplett saniert worden. Haus mit Geschichte Das Schützenhaus wurde 1980 auf dem Platz der ursprünglichen Schießanlage gebaut und 1982 fertiggestellt. Bereits 1926 hatte die Schützen ein erstes Heim gebaut, das später von den Nationalsozialisten in Beschlag genommen wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg übergangsweise in den Besitz der Stadt überging. 1976 brannte das Schützenhaus komplett nieder. Bis heute ist unklar, was damals zu dem Brand geführt hatte.