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Pfiffige Idee

Lemgoer Schützen rufen zum „Dachpfannen“-Contest auf

Wollen das Schützenhaus fit für die Zukunft machen: Jochen Raabe (von links), Wilfried Thiel, Jörg Mayer, Birgit Becker und MItarbeiter der Firma Raabe. © Schützengesellschaft Lemgo

Lemgo. Das Schützenhaus wird modernisiert und dafür muss die Schützengesellschaft Lemgo einiges investieren. Allein 200.000 Euro kostet die energetische Sanierung. Viel Geld für den Traditionsverein, der auf Spenden hofft und sich dafür eine besondere Idee hat einfallen lassen.

Im Dezember fiel der Startschuss für die Renovierung des Gebäudes an der Schützentwete. Die Warmwasserbereitung wurde bereits optimiert und auch der Eingangsbereich samt Türen stehen kurz vor der Erneuerung, so die Gesellschaft von 1575. Eine besondere Überraschung aber wartete unter dem Dach.

Überraschung in Wacholderflasche

Das wird gedämmt und neu gedeckt und bei den Arbeiten stieß Sören Raabe von der beauftragten Firma Raabe Bedachung auf einen ungewöhnlichen Fund: Eine alte Wacholderflasche mit Schlehe der Firma Schöttker, in der sich nichts Hochprozentiges, dafür aber ein zusammengerolltes Schriftstück befand. Das offenbarte folgenden Inhalt: „An der Verkleidung des O.-Saales haben in freiwilliger Arbeit teilgenommen: Leitung: M. (Manfred) Altenberend, Mitglied und Verwaltungsrat Hans König, Heinz Koch, Günter Schröder, Günter Frevert, Heinrich Gütke, August Frevert, H. Stückmann, Walter Wiese, Hubert von Schnakenburg, Helmut Fahrenkamp, Dr. Herbert Hitzemann. Diese Arbeiten wurden vom 15. April bis 15. Juni 1985 ausgeführt. Fotos sind im Archiv zu finden. PS: Es gab auch Schnaps, Bier und Erbsensuppe. Lemgo, den 4.5.1985“.

Damit legten die Schützen einmal mehr Zeugnis davon ab, dass sie schon immer kräftig mit anpacken konnten. Auch bei dieser Sanierung soll das so sein, zudem hofft der Traditionsverein aber auf Spenden, um die erheblichen Kosten zu senken. Dafür haben sich die Aktiven laut Pressesprecher Wilfried Thiel eine besondere Aktion ausgedacht: In einer Art limitierten Sonderedition werden intakte Dachpfannen mit dem Logo der Schützengesellschaft und dem Schützenhaus bedruckt. Mit Hilfe der Druckerei Jörg Strangfeld aus Kalletal sei dafür extra ein schönes Motiv erstellt worden. Diese besonderen Dachpfannen werden gegen Spenden abgegeben.

Lohn für verzierte Dachpfannen

Außerdem gibt es auch Dachpfannen ohne Logo für eine Spende. Die können dann nach Gusto selbst gestaltet und bemalt werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und die Mühe soll sich lohnen, denn die schönsten Pfannen werden prämiert. Die Firma Raabe Bedachungen und Schöttker Spirituosen Manufaktur haben Preise ausgelobt: Einen Reisegutschein über 450 Euro gibt es für den ersten Platz, der Zweitplatzierte erhält einen Reisegutschein über 160 Euro und die Drittplatzierten dürfen sich über einen Essensgutschein im Wert von 100 Euro im Starnberger Wirtshaus freuen. Überdies verteilen die Schützen noch „Pfannenscherben“ mit Anhänger als Dankeschön.

Der Wettbewerb um die schönste Schützenhaus-Dachpfanne startet voraussichtlich am Samstag, 17. Januar, im Rahmen des Bataillonschießens - der Termin hängt aber letztlich auch von den Wetterbedingungen und damit von den Fortschritten der Dacharbeiten ab, so Wilfried Thiel.

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