Lemgo/Mönchengladbach. Die Aunde-Gruppe, zu der der Lemgoer Kfz-Zulieferer Isringhausen (kurz Isri) gehört, baut verstärkt auf ihre Lemgoer Geschäftsführer, die Isri-Chefs Torsten Scholder und Tobias Lüpfert. Beide Manager sind nach Angaben von Caroline Bolten, Marketingleitung der Aunde-Gruppe, neben ihren bisherigen Posten seit Jahresbeginn auch Mitglied der Unternehmensleitung der Muttergesellschaft Aunde. Sie verstärken dort Vorstandschef (CEO) Peter Bolten, der auch zur Unternehmerfamilie gehört. Scholder und Lüpfert rücken für Finanzmanager (CFO) Christian Prause auf, der zum Jahresende ausgeschieden ist. Direkter Ersatz für ihn ist der Lemgoer ISRI-Manager Torsten Scholder. Tobias Lüpfert übernimmt das operative Geschäft als sogenannter COO. Mehr Gewicht für Isri An der Isri-Spitze wird sich durch das Stühlerücken in der Firmengruppe nichts ändern, bestätigt auf LZ-Nachfrage Eva Iglesias, Assistentin der Geschäftsführung bei Isri. Die strategische Führung der weltweiten Isri-Gruppe, mit dem Sitz unter anderem in Lemgo, an dem vor allem Sitze und Federn für Autos und Nutzfahrzeuge produziert werden, bleibt bei Scholder und Lüpfert. Durch die strategische Neuausrichtung bei Aunde bekommen Lemgoer Isri-Stimmen in der Firmengruppe jedoch deutlich mehr Gewicht und Verantwortung. Ziel ist es laut Peter Bolten trotz der schnell voranschreitenden Transformation in der Autoindustrie (Stichwort: E-Mobilität) als Familienunternehmen erfolgreich und unabhängig zu bleiben. Region punktet bei Zukunftsthemen „Die Transformation ist eine große Herausforderung, aber auch eine Chance“, betont Bolten. Erst jüngst hatte eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft den Kreis Lippe bundesweit auf Rang 6 der deutschen „automobilen Chancenregionen“ gehoben. Bei den Zukunftsthemen Elektrifizierung, Automatisierung und Fahrzeugvernetzung punktet Lippe; in eher klassischen Kfz-Feldern werden dagegen bundesweit Jobs abgebaut. Aunde und Isri sprechen nun davon, die Wachstumsstrategie ad acta zu legen und sich auf die Transformation zu fokussieren. Technologische und strukturelle Veränderungen wolle man „als verlässlicher Partner in einem dynamischen Markt“ mit gestalten. Dazu Lüpfert: „Die Automobilindustrie befindet sich im tiefgreifenden Wandel. Unsere Neuausrichtung schafft die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und innovative Lösungen für unsere Kunden.“ Finanzchef Torsten Scholder betont die dazu notwendige finanzielle Stabilität. Ohne die Basis aufzugeben, müsse Geld in neue Geschäftsfelder fließen.