B 66: Ab Frühjahr 2020 wird in Asemissen für drei Jahre gebaut

Thomas Dohna

  • 0
Symbolbild Baustelle. - © Pixabay
Symbolbild Baustelle. (© Pixabay)
Das sind die einzelnen Bauabschnitte: An den farbig hinterlegten Straßen und Flächen ist zu erkennen, in welcher Reihenfolge der Landesbetrieb Straßen.NRW die Scherenkrug-Kreuzung umbauen will. - © Karte: openstreetmap.org / Grafik: Thomas Dohna/Oliver Wendtland
Das sind die einzelnen Bauabschnitte: An den farbig hinterlegten Straßen und Flächen ist zu erkennen, in welcher Reihenfolge der Landesbetrieb Straßen.NRW die Scherenkrug-Kreuzung umbauen will. (© Karte: openstreetmap.org / Grafik: Thomas Dohna/Oliver Wendtland)

Leopoldshöhe. Der Verkehr kann immer fließen, trotz insgesamt drei Monaten Sperrzeit an verschiedenen Stellen für den Neubau der B 66 in Asemissen. Der Leiter der Niederlassung Bielefeld des Landesbetriebes Straßenbau, Andreas Mayer, der zuständige Abteilungsleiter Tobias Fischer und die Oberbauleiterin Karin Nowak haben ihre Pläne den Mitgliedern des Verkehrsausschusses und Bürgern vorgestellt.

Seit vielen Jahren plant der Landesbetrieb den Neubau der Trasse als vierspurige Straße. Sie soll an den Ausbau der B 66 auf Bielefelder Gebiet (Detmolder Straße) anschließen und bis hinter die Einmündung der Grester Straße führen. Die ersten Pläne sahen vor, die neue Trasse auf dem bisherigen Niveau zu bauen und die kreuzenden Straßen mit Brücken über sie hinweg zu führen.
Nach Protesten aus der Gemeinde änderten sich die Pläne radikal. Nun wird die Straße bis zu acht Meter unter das heutige Niveau eingegraben. Die Tunnel-, die Gewerbestraße und ein Wirtschaftsweg werden auf Überführungen gelegt, die nicht über das heutige Niveau hinausragen. Über Kreisverkehrsplätze und Rampen werden die Tunnel- und die Gewerbestraße an die neue B 66 angebunden. Diese Pläne sind durch eine Planfeststellungsbeschluss abgesegnet.

Diskussionen gab es um die Behandlung des Verkehrs während der Bauzeit. Eine erste Planung hatte vorgesehen, das Gewerbegebiet immer wieder für längere Zeit von der B 66 abzubinden und den Verkehr über die neu zu bauende Verlängerung der Alleestraße, die Hansastraße und die Bahnhofstraße auf die Hauptstraße fließen zu lassen.

Gegen diese Vorstellungen erhoben Unternehmen und Politiker Einspruch. Den nahmen die Planer des Landesbetriebes auf und änderten die Pläne für den Ablauf der Bauarbeiten. Es gibt nun vier Bauabschnitte. Ziel sei es, die Beeinträchtigungen gering zu halten, sagte Tobias Fischer. Eine Ampel an der Einmündung der Bahnhofstraße zur Hauptstraße werde es nicht geben. Das Verfahren dazu sei wegen der Beteiligung der Bahn zu aufwendig. Die Idee, den Bruchweg zur Entlastung zu nutzen, wird nicht weiterverfolgt, weil sie im Planfeststellungsbeschluss nicht vorgesehen ist. Alle Radwege werden behandelt wie die für den Fahrzeugverkehr. Im Herbst werden Bäume an der B 66 gefällt. Sie waren wegen der Fledermäuse stehen geblieben. Die Arbeiten sollen in diesen Tagen ausgeschrieben werden. Der Landesbetrieb rechnet mit sechs Monaten, bevor die Arbeiten vergeben werden können. Die Bauarbeiten könnten so im Frühjahr 2020 beginnen, sagte Fischer.

Die Bauabschnitte des Großprojektes

BA 1 – Es wird die Verlängerung der Alleestraße bis zur Gewerbestraße gebaut. Der Landesbetrieb stellt eine Umfahrung für die Tunnelstraße her, über die später der Verkehr auf die alte B 66 fließen soll.

BA 2 – Der Landesbetrieb schafft für das Bauunternehmen ein großes Baufeld südlich der bestehenden B 66. Dort wird zwei Jahre gebaut, um die neue Trasse, Rampen und zwei der drei Brücken herzustellen.

BA 3.1 – Drei Wochen lang werden die Voraussetzungen für die Umbindung der alten auf die neue Trasse der B 66 geschaffen. Die eigentliche Umbindung soll an einem Samstag geschehen. Es soll keine wesentlichen Beeinträchtigungen des fließenden Verkehrs geben.

BA 3.2 – Die Umfahrung der Tunnelstraße an der B 66 wird abgerissen und die Anbindung an die neue Brücke wird gebaut. Dafür wird die Tunnelstraße einen Monat lang gesperrt. Weiträumige Umleitungen werden eingerichtet.

BA 3.3 – Die neue Trasse der B 66 ist mit je einer Fahrspur pro Richtung unter Verkehr. Die Tunnelstraße ist wieder offen und an die B 66 angebunden. Die Hauptstraße wird für einen Monat gesperrt, um den Kreisverkehr zu bauen. Der Verkehr wird über Bahnhof-, Hansa- und Alleestraße ins Gewerbegebiet und auf die B 66 geleitet.

BA 3.4 – Die Detmolder Straße wird in Höhe des Gewerbegebietes für drei Wochen voll gesperrt, um die Vorarbeiten zur Anbindung an die B66 zu leisten.

BA 3.5 – Die Gewerbestraße wird für einen Monat gesperrt. Der Verkehr zum und vom Gewerbegebiet fließt über Allee-, Hansa- und Bahnhofstraße auf die Hauptstraße.

BA 4 – Etwa ein Jahr lang wird an der Brücke über die neue B 66 in Höhe der Gewerbe- und der Detmolder Straße gebaut. Dafür wird die neue B 66 gesperrt. Der Verkehr fließt parallel über Rampen. Gewerbegebiet und Detmolder Straße bleiben so von der B 66 aus erreichbar. Weil der Bau der Brücke gesondert ausgeschrieben wird, kann es zu Verzögerungen kommen, sollte gegen das Ausschreibungsergebnis geklagt werden, sagte Andreas Meyer.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!