Leopoldshöhe. 52 Tonnen Streusalz hat die Gemeinde Leopoldshöhe gerade nachbestellt. Doch sie erhält – nichts. Die Verwaltung warnt daher davor, dass es in einigen Nebenstraßen in Leopoldshöhe aktuell glatt sein, und bittet um vorsichtiges Fahren. Andere Kommunen, etwa im Kreis Minden-Lübbecke, berichten von ähnlichen Engpässen. Und auch in vielen Baumärkten geht das Streusalz zur Neige. Die gute Nachricht: Salz-Alternativen wie Sand und Split sind häufig noch zu haben.
„Wie überall zu lesen ist, gehen die Streusalzvorräte derzeit stark zur Neige. Trotz rechtzeitiger Bestellung wurde Leopoldshöhe bislang nicht beliefert, da zunächst Autobahnen, Bundesstraßen sowie größere Städte priorisiert werden“, teilt die Gemeinde mit. „Wir haben noch begrenzte Mengen Streusalz. Diese setzen wir aktuell gezielt für Hauptverkehrsstraßen und kritische Infrastruktur wie Feuerwehr, Rettungswege und wichtige Knotenpunkte ein. Da weiterhin Glätte angekündigt ist, müssen wir mit den vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoll umgehen.“
Zudem weist die Verwaltung darauf hin, dass Schnee vom eigenen Grundstück nicht auf die Straße geschoben werden darf. Dadurch entstehen zusätzliche Gefahren für den Verkehr und den Winterdienst. Grundstückseigentümer sind außerdem zum Räumen ihrer Flächen verpflichtet, außerdem sollte der an das Grundstück angrenzende Gehweg auf einer Breite von etwa 1,5 Metern freigehalten werden.
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Auch die Müllabfuhr ist vom Winterwetter betroffen
Außerdem teilt die Gemeinde, mit, dass die Müllabfuhr aufgrund des Wetters derzeit nicht alle Abfallbehälter in den Neben- und Anliegerstraßen leeren kann. Die Abfallbehälter müssen zur Leerung an die nächstgrößere Straße gestellt werden, heißt es seitens des Versorgers. Für stehengebliebene Abfallbehälter wird es keine Nachholtermine geben.
Nach dem vergangenen, ersten Schnee-Wochenende hatten die Bauhöfe in Westlippe zunächst eine positive Bilanz gezogen. „Heute Morgen sind wir ein bisschen überrascht worden, weil es bereits vor unserem Dienstbeginn angefangen hat, zu schneien“, sagte Michael Brinkmann, Leiter des Leopoldshöher Bauhofs, am Montagvormittag, 5. Januar 2026. Am Wochenende sei es gelungen, Straßen sowie Geh- und Radwege weitgehend freizuhalten. Aber: Bereits zu dem Zeitpunkt gingen die Streusalzvorräte zu Ende.
In Leopoldshöhe wird mit einer Salz-Sole-Mischung gestreut, die aus Bad Salzuflen beschafft wird. Die Vorteile kann der Bauhofleiter erklären: „Das Gemisch wirkt bis zu tieferen Temperaturen und haftet besser auf den Straßen“, sagt er. Das sei zum Beispiel auch dann von Vorteil, wenn vorbeugend gestreut wird.