Gotteshaus macht Platz für Mehrfamilienhaus

Karin Prignitz

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Nur noch Steine: Die Bagger rollen und reißen das ehemalige Gotteshaus an der Zeppelinstraße ab. Hier sollen in etwa acht bis zehn Wochen die Bauarbeiten beginnen. Foto: Karin Prignitz - © Karin Prignitz
Nur noch Steine: Die Bagger rollen und reißen das ehemalige Gotteshaus an der Zeppelinstraße ab. Hier sollen in etwa acht bis zehn Wochen die Bauarbeiten beginnen. Foto: Karin Prignitz (© Karin Prignitz)

Oerlinghausen. In ihre Einzelteile zerfallen ist die einstige neuapostolische Kirche an der Zeppelinstraße. Ein Abbruchunternehmen hat das einstige Gotteshaus innerhalb weniger Tage in seine Einzelteile zerlegt. An seiner Stelle soll ein Gebäude mit sieben Wohneinheiten entstehen.

Zwischenzeitlich war der seit Jahren entweihte (profanierte) Ort an eine Freikirche vermietet worden. Doch die Hoffnungen, dort das „House of Hope" als moderne Kirche in Oerlinghausen zu etablieren, zerplatzten schnell. Also wurde das knapp 1200 Quadratmeter große Grundstück verkauft. Erste Baupläne empfand die Politik als zu gewaltig. Ein Investor sprang daraufhin ab.

Die Reimer Wohnbau GmbH aus Bielefeld erwarb daraufhin im vergangenen Jahr Grundstück und Gebäude. Das Architekturbüro Gronemeier aus Bielefeld entwarf die Pläne. Doch auch der erste Entwurf fand zunächst keinen Anklang. Zu groß, zu schlicht, zu hoch, also wurde nachgebessert. Mittlerweile ist der Bauantrag durch. Diplom-Ingenieur Stefan Gronemeier geht davon aus, dass die Bauarbeiten in etwa acht bis zehn Wochen beginnen werden.

Bezugsfertig soll das Mehrfamilienhaus voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2020 sein. Im Vorfeld war von Stadt und Politik insbesondere die geplante Wandhöhe von 8,80 Metern bemängelt worden. „Wir haben sie um 1,80 auf nun sieben Meter reduziert", berichtet Stefan Gronemeier. Die Gesamthöhe des Gebäudes beziffert er mit 11,50 Metern. Die ursprünglich hinter dem Gebäude geplanten elf Stellplätze sollen nun zur Zeppelinstraße hin entstehen. Dies sei eine Auflage der Stadt gewesen. Zunächst muss der Sondermüll nach den Abrissarbeiten entsorgt werden. Entstehen sollen dann jeweils zwei Wohnungen im Erdgeschoss und in der ersten Etage sowie drei Wohnungen im Obergeschoss. Die Größe variiert zwischen 52 und 87 Quadratmetern. Geplant ist eine Mischung der Generationen.

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