Unbekannte zerstören Hochsitz an der Sandgrube Haßler

Karin Prignitz

  • 0
  1. Schlagwörter:
  2. Hochsitz
  3. Jagd
René Köster (links) und Friedhelm Möller stehen vor dem zerstörten Hochsitz in der Haßler Sandgrube. - © Karin Prignitz
René Köster (links) und Friedhelm Möller stehen vor dem zerstörten Hochsitz in der Haßler Sandgrube. (© Karin Prignitz)

Oerlinghausen. Kopfschüttelnd und entsetzt stehen Friedhelm Möller und René Köster im Bereich der Sandgrube Haßler vor ihrem am Boden liegenden Hochsitz. Der Unterbau ist zerschlagen worden, die große Kanzel zu Boden gestürzt. „Ein Stück der Aluleiter ist mit brachialer Gewalt zerstört worden", sagt René Köster.

Die beiden Jagdpächter sind sich sicher: „Da muss jemand mit schwerem Gerät vorgegangen sein."

Ob es sich um Vandalismus handelt oder gezielt Jagdgegner tätig waren, lässt sich derzeit nicht sagen. Möller und Köster haben in jedem Fall Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Beide setzen zudem eine Belohnung von 100 Euro für Hinweise auf den oder die Täter aus. Die Polizei war bereits vor Ort und hat den Schaden aufgenommen.

„So einen Hochsitz schmeißt man nicht einfach so um", sagt Möller. Da müsse jemand gezielt vorgegangen sein.

Passiert sein müsse das Ganze wohl in der Nacht von Freitag, 28. Juni, auf Samstag, 29. Juni. Am Freitagabend habe er gegen 22 Uhr nach dem Rechten geschaut, erzählt René Köster. „Da war noch alles in Ordnung." Am Samstag sei eine Gruppe des Naturschutzbundes im Gebiet gewesen. Sie habe den Schaden entdeckt.

Schon häufiger sei es in den zurückliegenden sechs Jahren zu Beschädigungen gekommen, erzählt Friedhelm Möller.

Mit großen Steinen seien in der Vergangenheit die Fenster zerstört worden, die daraufhin mit Plexiglas ersetzt wurden. Einmal seien, wohl ebenfalls mutwillig, die Muttern der Haltegriffe an der Tür des Hochsitzes gelockert worden. „Das war wirklich gefährlich", schildert Möller den Moment, als er sich in der Höhe kaum mehr halten konnte.

Die Jagdpächter sehen skeptisch, dass in jüngster Zeit „ein ganzes Birkenwäldchen und Fichten abgeholzt wurden ". So sei der ansonsten verstellte Blick auf den Hochsitz freigegeben. Weiterer Punkt ist der zunehmende Besucherzuspruch, der in der Sandgrube Haßler zu beobachten sei.

Voraussichtlich im Lauf des Jahres sollen Farbpfosten mit Erläuterungen aufgestellt werden, wie man sie aus Nationalparks kennt. Sie weisen dann darauf hin, dass die grünen Wege beschritten werden dürfen, die roten nicht.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!