Oerlinghausen. In Bremerhaven gibt es das Klimahaus, in Sinsheim die Klima-Arena. In Oerlinghausen hat der Kreis Lippe jetzt die Klimaerlebniswelt eröffnet. „Der Schwerpunkt ist hier ein anderer“, hob Landrat Axel Lehmann hervor. Im 800 Quadratmeter großen und nachhaltig aus Holz und recyclebaren Materialien erbauten Gebäude zwischen Freibad und Archäologischem Freilichtmuseum gehe es vor allem darum, erlebbar zu machen, wie sich die Menschen auf den Klimawandel einstellen, welche Folgen er hat und was jeder einzelne und die Gemeinschaft tun können, um gegenzusteuern.
In drei großen Erlebnisräumen können die Auswirkungen des Klimawandels mit allen Sinnen erfahren werden. Dieser Erlebnischarakter gehöre zum Konzept, betonte der lippische Landrat. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in NRW, bezeichnete die Klimaerlebniswelt als „Leuchtturm in Lippe“, denn hier stehe das konkrete Erleben im Vordergrund. So können sich Besucher mit Starkregen- oder Hitzeereignissen auseinandersetzen, und das auf höchstem technischem Niveau.
Anhand von Projektionen werden beispielsweise klimatische Veränderungen im Verlauf der Erdgeschichte und der Gegenwart gezeigt. „Echter Starkregen“ unterstützt den Erlebnischarakter, aber auch interaktive Spiele, die sich unter anderem mit der Landwirtschaft oder dem Bauwesen beschäftigen. Die Klimaerlebniswelt (Am Kalkofen 15) in Oerlinghausen ist jeweils dienstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Gruppen nach Vereinbarung.