Bielefeld (brm/AFP). Experten für Computerkriminalität der Polizei in Bielefeld haben einen bundesweit agierenden Interneterpresser hochgenommen. Der 24-jährige Informatiker aus Voerde am Niederrhein soll die Internetseiten namhafter deutscher Firmen lahmgelegt und Lösegeldzahlungen verlangt haben, wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld mitteilte. Der Täter soll demnach unter dem Pseudonym „ZZB00t" über ein sogenanntes Botnetz – eine Vielzahl gekaperter Rechner unbeteiligter Menschen – die Internetseiten der Firmen angegriffen haben. Er verlangte im Gegenzug für einen Stopp der Angriffe Lösegeldzahlungen in Bitcoins, einer anonymen Onlinewährung.
Auf der Liste des Hackers standen internationale Logistikdienstleiter genauso wie bekannte Web-Shops wie Rakuten.de, billiger.de und weitere E-Commerce-Dienstleiter. Der Interneterpresser war im Kurznachrichtendienst Twitter äußert aktiv und wies mit angekündigten Attacken auf die Schwachstellen der unzureichend gesicherten Server der Unternehmen hin. Seine Angriffe dokumentierte „ZZB00t" stets mit Screenshots und Kommentaren auf Twitter.