Drei Kinder einer Paderborner Schule sexuell missbraucht

Holger Kosbab

Drei Schüler einer Paderborner Schule sind Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. - © ZB
Drei Schüler einer Paderborner Schule sind Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. (© ZB)

Paderborn. Drei Schüler der Pauline-Schule in Paderborn sind Opfer von sexuellem Missbrauch geworden. Hierüber wurden die Eltern und Betreuer in einem Brief der Schulleiterin Susanne Bockau informiert, der LZ.de vorliegt. Die Vorfälle wurden vom (LWL), dem Träger der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen, bestätigt. Die Familien der betroffenen Schüler werden von Opferschutzbeauftragten der Polizei betreut. Der mutmaßliche Täter soll sich in Untersuchungshaft befinden.

"Wir sind bestürzt"

„Wir sind sehr bestürzt über diese Informationen", so Bockau. „Da wir als Schule nicht kontrollieren können, was die betroffenen Schüler ihren Mitschülern von Zeugenbefragungen durch die Polizei erzählen und was sie über die sozialen Medien weiterverbreiten, kann es sein, dass Ihr Kind zu Hause etwas davon erzählt." Bei Gesprächsbedarf der Kinder sollten Eltern beruhigend darauf eingehen. Mit dem Schreiben wolle die Schule für die größtmögliche Transparenz sorgen.

Das Auftauchen der Polizei sorgt für Unruhe

Der LWL hat die Schule in dem Vorgehen unterstützt, die Eltern zu informieren und im Bedarfsfall zu helfen, sagt Thorsten Fechtner aus der Pressestelle. Das Auftauchen der Polizei hatte an der Schule für Unruhe gesorgt. „Wir bedauern sehr, dass der Schulalltag dadurch gestört wird", sagt Fechtner. Details zu Betroffenen, zum Täter, oder zum Ort und Zeitpunkt der Vorfälle gibt es nicht. Fechtner verwies auf das Ermittlungsverfahren bei der Polizei. Dort war am Donnerstagabend für eine Stellungnahme niemand zu erreichen.

Der überwiegende Teil der Schüler der Pauline-Schule „hat neben einer Sehschädigung noch weitere Behinderungen wie Geistige Behinderung und Körperbehinderung in jeweils unterschiedlicher Ausprägung", schreibt der LWL auf der Internetseite.

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