Eröffnung am Montag - welche Zeitersparnis bringt die A 33?

Jemima Wittig

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Eröffnung eines der Teilstücke der Autobahn A33 in Halle/Künsebeck Anfang des Jahres. - © Christian Weische
Eröffnung eines der Teilstücke der Autobahn A33 in Halle/Künsebeck Anfang des Jahres. (© Christian Weische)

Halle. Endlich ist es soweit: Das letzte Teilstück der Autobahn 33 wird nach mehr als 50 Jahren Planungs- und Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Am Montag, 18. November, wird die neue Trasse zwischen Halle und Borgholzhausen feierlich eröffnet. Nur 7,2 Kilometer fehlen bisher noch, um Ostwestfalen-Lippe schneller mit den Nordseehäfen oder auch den Niederlanden zu verbinden, oder einfach Bielefeld mit Osnabrück. Doch welche Zeitersparnis bringt die Autobahn überhaupt?

In den Jahren 1975 bis 1993 werden sieben verschiedene Abschnitte der A 33 von der A 44 bis zur A 2 gebaut. Die Städte Paderborn und Bielefeld rücken dadurch näher zusammen. Ein hohes Verkehrsaufkommen beweist es. Allerdings muss noch bis 2012 beim Autobahnkreuz kurz vor Bielefeld abgefahren, oder eben dort erst aufgefahren werden. Die Eröffnung des Teilstücks zwischen dem Autobahnkreuz und Bielefeld Zentrum, ein Stück von 6,4 Kilometern, beschleunigt die Fahrt um gut 15 Minuten (bei wenig Verkehr).

Sind wenig andere Verkehrsteilnehmer unterwegs, schafft man die knapp 50 Kilometer lange Strecke von der Paderborner bis zur Bielefelder Innenstadt heute in 35 Minuten. In den 1980er Jahren, als man noch über Land fahren musste, dauerte die Fahrt etwa doppelt so lange.

20 Minuten Zeitersparnis durch die Eröffnung des letzten Teilstücks

Am Montag rücken nun auch die Wirtschaftsräume Osnabrück und Bielefeld enger zusammen. Mit dem letzten Teilstück soll die B 68 entlastet werden. Bis zu 18.000 Kraftfahrzeuge befahren sie täglich. Der Umweg über die Bundesstraße kostet laut Sven Johanning von Straßen NRW etwa 20 Minuten Zeit. Während man derzeit noch eine knappe Stunde für die Fahrt von Bielefeld nach Osnabrück (oder umgekehrt) benötigt, werden es also ab Montag bei guten Verkehrsbedingungen nur noch 40 Minuten sein.

Um eben diese 20 Minuten geht es dann auch schneller von Bielefeld an beliebte Nordseestädte wie Cuxhaven oder Norden (aktuell jeweils gut drei Stunden), da auch die A 1 näher an OWL rückt; oder nach Amsterdam (noch knapp 3.30 Stunden), über die Abfahrt Kreuz Osnabrück Süd auf die A 30.

Aber auch durch OWL selbst geht die Fahrt über die A 33 schneller. Wer etwa in Bad Wünnenberg wohnt und in Osnabrück arbeitet, braucht derzeit im Berufsverkehr noch gut 80 Minuten. Die rund 100 Kilometer lange Gesamtstrecke der A 33 vom Kreuz Wünnenberg Haaren (A44) bis zum Kreuz Osnabrück Süd (A 30) werden Pendler dann in einer Stunde zurücklegen.

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