Hagel und Starkregen verursachen zahlreiche Unfälle auf den Autobahnen in OWL

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Glücklicherweise wurden nur wenige Menschen leicht verletzt. - © Bernhard Preuß
Glücklicherweise wurden nur wenige Menschen leicht verletzt. (© Bernhard Preuß)

Bielefeld. Ganze zwölf Verkehrsunfälle ereigneten sich am Samstagnachmittag zwischen 12.38 Uhr und 14.20 Uhr auf der A 2, der A 33 und der A 44. Wie die Polizei mitteilt, war die maßgebliche Ursache in allen Fällen starker Regen und Hagelschauer.

Bei einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen zwischen den Anschlussstellen Herzebrock - Clarholz und Oelde auf der A 2 Richtung Dortmund verletzte sich eine Person bei einem Auffahrunfall leicht. Auf der A 33 ereigneten sich zwei weitere Verkehrsunfälle mit jeweils einer leicht verletzten Person. Ein Unfall ereignete sich in Richtung Brilon, zwischen dem Autobahnkreuz Bielefeld und der Anschlussstelle Schloß - Holte und der andere in Richtung Osnabrück, zwischen den Anschlussstellen Stukenbrock Senne und Schloß - Holte. Die verletzten Unfallbeteiligten wurden alle in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Die neun weiteren Unfälle verliefen glimpflicher, es entstand lediglich Sachschaden. Auf der A 44 ragte der Ast eines umgestürzten Baumes auf die Fahrbahn, ein vorbeifahrender Wagen streifte diesen leicht. Zwischenzeitlich staute sich der Verkehr auf der A 33 in beiden Richtungen aufgrund der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten auf einer Länge von fünf bis sechs Kilometern. Auf der A 2 und der A 44 kam es zu keinen nennenswerten Verkehrsstörungen. Die vorläufige Schadenshöhe beträgt etwa 90.000 Euro.

Sieben Unfälle auf der A 1 im Münsterland

Plötzlicher Hagelschauer hat auch auf der Autobahn 1 bei Ascheberg im Münsterland zu sieben unabhängigen Unfällen mit 13 beteiligten Fahrzeugen geführt. In Richtung Dortmund sei die Fahrbahn am Samstagmittag für etwa zwei Stunden voll gesperrt worden, teilte die Polizei mit. Insgesamt seien zwei Menschen schwer und drei leicht verletzt worden.

Einige Fahrer hätten aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit auf den nassen und glatten Straßen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren. Andere konnten laut Polizei nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren auf. Für die Unfallbeteiligten wurde demnach ein Bus eingesetzt.

Sturm legt sich in der Nacht in OWL

Die schwersten Sturmböen bis zum Nachmittag verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit einer Geschwindigkeit von 99 Stundenkilometern in Xanten (Kreis Wesel), was Windstärke zehn entspricht. An zweiter Stelle habe Aachen mit schweren Sturmböen von 93 Kilometern pro Stunde gelegen, sagte eine Meteorologin in Essen. Geschwindigkeiten ab 103 Stundenkilometern entsprechen Windstärke elf und damit orkanartigen Böen.

Am Abend sollte sich der Wind laut Deutschem Wetterdienst im Westen abschwächen. Im Münsterland und in Ostwestfalen sei der Sturm dann in der Nacht vorerst vorbei. Auch am Sonntag ist allerdings mit frischem Westwind mit teils stürmischen Böen sowie vereinzelten Gewittern zu rechnen. Insgesamt sei das Ganze aber deutlich schwächer, so eine Meteorologin. Es bleibe weiter wechselhaft mit kräftigen Schauern und vereinzelten Gewittern mit Graupeln.

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