Bielefeld. Am Kammermühlenweg schlug in der Nacht auf Mittwoch, 12. Mai, ein offensichtlich stark betrunkener Bielefelder auf sein eigenes Auto – einen Fiat Seicento – ein. Die gegen 3.45 Uhr alarmierte Polizei traf allerdings an dem Parkplatz nur auf einen 19-jährigen Mann aus Ibbenbüren (Kreis Steinfurt), der dem verletzten Freund gerade die Hand habe verbinden wollen. Doch der sei dann getürmt. Polizeihund Lars holte ihn wieder zurück.
Wie die Polizei mitteilte, wollte sich der 20-jährige Bielefelder angeblich von seiner Freundin abholen lassen. Plötzlich – so die Aussage des Kumpels – sei er so wütend geworden, dass er auf sein eigenes Fahrzeug einschlug. Der Fiat wies tatsächlich mehrere Dellen und eine eingeschlagene Fensterscheibe auf. Der 20-Jährige verletzte sich dabei an der Hand und flüchtete in Richtung Elsternstraße.
Der Gesuchte versteckte sich hinter einem geparkten Auto
Die Polizisten stellten schnell fest, dass das Kennzeichen des Kleinwagens vor einigen Tagen gestohlen worden war. Der Wagen selbst war laut Fahrgestellnummer noch nicht angemeldet. Im Fahrzeuginneren fanden die Beamten immerhin einen frischen Kaufvertrag des 20-Jährigen.
Zwischenzeitlich war Polizeihund Lars am Tatort eingetroffen. Zusammen mit seinem Hundeführer nahm Lars sofort die Fährte des 20-Jährigen auf und spürte ihn an der Elsternstraße versteckt hinter einem Fahrzeug auf. Bei dem Anblick des Tiers ergriff dieser abermals die Flucht. Dem eigens für solche Festnahmen trainierten Polizeihund gelang es jedoch, den Flüchtigen aufzuhalten.
Der junge Mann konnte keine gültige Fahrerlaubnis vorlegen, sein Alkoholtest verlief positiv. Ob er mit dem Fahrzeug bereits gefahren war, wird noch ermittelt, heißt es von der Polizei. Der Bielefelder kam zur Blutabnahme und Versorgung seiner Wunden ins Krankenhaus. Die Beamten erstatteten Anzeige wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.