Großer SEK-Einsatz nach Schüssen an Bielefelder Berufskolleg

Jens Reichenbach und Charlotte Mahncke

- © Symbolbild: Pixabay
Blaulicht (© Symbolbild: Pixabay)

Bielefeld. Nach Schüssen auf dem Schulhof sowie im Gebäude des Rudolf-Rempel-Berufskollegs sind Polizei und Rettungskräfte am frühen Freitagmittag zu einem Großeinsatz ausgerückt - mittlerweile spricht die Polizei von einer Amoktat.

Ein mutmaßlicher Täter wurde auf dem Dach des Gebäudes gefasst - bei ihm entdeckten die Beamten auch einen Dolch sowie einen Molotow-Cocktail. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler nutzte der Täter Schreckschusspistolen. Es gibt bislang keine Meldungen von Verletzten. Das SEK ist mit einem Großaufgebot vor Ort, ein Polizeihubschrauber kreist über dem abgesperrten Areal.

Gegen kurz nach 12 Uhr gingen erste Notrufe bei der Polizei ein, weil Schüler und Lehrer des Kollegs Schüsse gehört hatten, so Polizeisprecher Fabian Rickel. Sofort eilten die Einsatzkräfte inklusive schwerbewaffneter SEK-Beamter zum Tatort. Unterrichtsräumen wurden evakuiert, ein Polizeihelikopter zur Überwachung angefordert. Wie die Polizei bestätigt seien Schüsse auf dem Schulhof, aber auch im Gebäude gefallen. Nach aktuellem Stand kamen die Schüsse aus einer Schreckschusspistole.

Laut Polizeisprecher Michael Kötter ist ein Tatverdächtiger auf dem Dach des Schulgebäudes gefasst worden. Es wurden zwei Schreckschusspistolen mit 40 bis 50 Schuss Munition und ein Molotov-Cocktail sichergestellt.

Die Polizei hat eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) eingerichtet, das ist eine für Großlagen speziell vorgesehene Stabsstelle. Von dort aus wird der Einsatz koordiniert. Die Polizei spricht von einer Amoklage.

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