Bielefeld. Wer das Zelt betritt, den begrüßen zahlreiche Dinosaurier – kleine, große, schmale, breite. Gebrüll schallt durch den Raum. Die ausgestorbenen Urzeitechsen wurden hier zwar nicht wiederbelebt, scheinen aber so gut wie lebensecht: Bei der „World of iTronic-Dinosaurs“-Ausstellung auf dem Festplatz am Bielefelder Gleisdreieck treffen kleine und große Besucher auf rund fünfzig Hightech-Dinosaurier: Figuren, die sich bewegen. „Es ist alles nagelneu“, berichtet Harald Sperlich aus Schwerin, Vater des Inhabers Leon Sperlich. Erst im letzten Jahr habe sich sein Sohn auf die Suche nach der jetzt ausgestellten Kollektion von Roboter-Dinos gemacht, sei dafür in die Vereinigten Staaten und nach China gereist. Die fünfzig Dinos sind bunt beleuchtet und bewegen in der Regel Kopf und Schwanz. Die Szenerie um sie herum erinnert an einen dunklen Urwald – Geräuschkulisse inklusive. Inspiration für Bielefelder Ausstellung aus Amerika Seine Inspiration für die Ausstellung habe Leon Sperlich bei ähnlichen Ausstellungen in Amerika gefunden, berichtet Sperlich Senior. Bielefeld sei der dritte Stopp auf der Tour, danach gehe es in Mönchengladbach weiter. Leon sei schon als Kind von Dinos begeistert gewesen, berichtet sein Vater. Damit ist er nicht der Einzige. Dino-Fans jeden Alters zieht es in das Zelt – auch die Geschwister Finn und Christian. Kurzerhand hebt sein Papa den kleinen Finn hoch, damit er die Urzeitechsen auch einmal streicheln kann. Sein älterer Bruder Christian kommt alleine bis an die Schnauze. „Der Kleine ist ganz fasziniert von Dinos“, berichtet Victoria Strunk. Wochenlang seien sie und ihre Familie aus Sennestadt an den Plakaten vorbeigelaufen, die die Ausstellung am Bielefelder Gleisdreieck ankündigt. Ganz besonders strahlend betrat Bennet aus Gütersloh das Ausstellungszelt: „Der Besuch war eine Überraschung für meinen Sohn“, erzählt Vater Felix Trienen. „Wir haben ihm vorher nichts erzählt.“ Der Neunjährige ist vor allem von der Größe der Dinos fasziniert. Und in dem Aspekt kann in der Ausstellung nicht einmal der scharfzahnige T-Rex mit dem Brachiosaurus mithalten: Die ausgestorbene Echse sei damals bis zu 13 Meter groß gewesen, berichtet die Info-Tafel, das mechanische Pendant der bläulichen Riesenechse mit dem langen Hals berührt doch zumindest fast die Decke des Zelts. Klettergeräte und mehr für kleine Besucher Bennets Lieblingsstück ist allerdings nicht der Brachiosaurus – sondern der Dilophosaurus mit seinem breiten Kamm, der an beiden Seiten des Kopfes absteht. Der Dino ist vielen wohl aus „Jurassic Parc“ als der Saurier bekannt, der dem Bösewicht des Films Gift ins Gesicht spuckte. Auch Dino-Fan Toni Fitz kam voll auf seine Kosten. Die Familie sei extra aus Beckum für die Ausstellung gekommen, erzählt Mama Sarah Assmann – ihre in Bielefeld lebende Schwester habe sie darüber informiert. Schnell hat der Dreijährige seine Lieblings-Urzeitechse gefunden: den Stegosaurus. Stolz zeigt er seinen Eltern, dass der große Dino seiner kleinen Spielzeug-Figur doch verblüffend ähnlich sieht. Auch wenn sie nicht ganz die richtige Spezies sei. Auch habe Toni Fitz bereits das Nebenzelt der 3.000 Quadratmeter großen Fläche ausgekundschaftet, berichtet Assmann. Dort befinden sich Spielangebote für die kleinen Besucher, inklusive großer aufblasbarer Klettergeräte. „Er hat alle drei Hüpfburgen getestet und für gut befunden“, sagt sie. Tickets für die Ausstellung in Bielefeld Der fünfjährige Lyon genoss es währenddessen, im besagten Nebenzelt auch mal auf einem münzbetriebenen Robo-Dino reiten zu können. Dort musste er sich zwar abwechseln, wie er berichtet, aber so könne jeder einmal auf einer der Urzeitechsen sitzen. Interessierte können die Ausstellung noch bis zum 25. Mai besuchen. Erwachsene zahlen 20 Euro Eintritt, Kinder 15 Euro. Tickets können im Vorverkauf online unter www.itronic-dinosaurs.de und an der Tageskasse erworben werden. Donnerstag und freitags sind Familientage. Dann bezahlen Erwachsene nur den Kinderpreis. Montags bis mittwochs sind Ruhetage.