Gütersloh. In Gütersloh hat sich am Donnerstag, 22. Januar, ein Tierrettungseinsatz in einem mutmaßlichen Fall von Animal Hoarding, also Tiersammelsucht, ereignet. Mitarbeiter des Veterinäramtes der Gütersloher Kreisbehörde hatten in den Morgenstunden damit begonnen, eine Vielzahl an Hunden von einem Grundstück im Stadtteil Friedrichsdorf zu holen. Am Nachmittag gab der Kreis bekannt: Insgesamt sind fast 30 Tiere aus einem Haushalt beschlagnahmt worden. „Die Tiere wurden den Haltern aus Tierschutzgründen fortgenommen“, bestätigte eine Sprecherin des Kreises Gütersloh das Geschehen. Der Einsatz lief über zwei Tage. Bereits am Mittwoch, 21. Januar, waren 16 Hunde verschiedenster Rassen von einem Grundstück am Möwenweg abgeholt worden. Am Donnerstag waren es nach Angaben der Gütersloher Kreisverwaltung noch einmal 13 Tiere. Unter den Hunden befanden sich zwei Welpen. Da der Einsatz über mehrere Stunden lief, konnten zunächst keine Angaben zu weiteren Details gemacht werden. Tiere sollen unter widrigen Umständen gehalten worden sein Fakt ist: Vor Ort hatten die in blaue Schutzanzüge gekleideten Veterinäramts-Mitarbeiter am Donnerstagvormittag mehrere, offenbar verwahrloste Tiere aus dem Haus und dem Gartenbereich geholt und in Transportboxen abtransportiert. Die Vierbeiner sollen unter widrigen Umständen und nicht artgerechten Bedingungen gehalten worden sein. „Unser Veterinäramt hat reagiert, weil Haltung und Zustand der Tiere nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen“, erläuterte die Kreissprecherin. Eine Zeugin hatte die Neue Westfälische über den Vorgang informiert. Die Tiere sollen nun zunächst einmal an unterschiedlichen Stellen untergebracht werden. Das Tierheim Gütersloh gab mit Verweis auf ein laufendes Verfahren keine Stellungnahme ab.