Dass der Strom für längere Zeit ausfällt, ist spätestens seit dem mehrtägigen Berliner Blackout ein allgemein greifbares Szenario geworden. Auch wenn die Bedürfnisse sich je nach Lebenssituation deutlich unterscheiden, gibt es einiges, das bei Notfällen und Katastrophen jeglicher Art entweder unentbehrlich ist oder zumindest äußerst nützlich sein kann.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe führt in ihren Checklisten etwa diese für jeden Haushalt sinnvollen technischen Basics auf:
- Taschenlampe und Ersatzbatterien, aber zusätzlich auch Kerzen und Feuerzeug.
- Solar- oder batteriebetriebenes Radio inklusive Batterien, alternativ ein Kurbelradio.
- Smartphone mit installierter Warn-App wie etwa Nina, Biwapp oder Katwarn, aber zusätzlich auch eine Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier.
- Aufgeladene Powerbank.
In Powerbanks stecken (auch nur) Lithium-Ionen-Akkus
Powerbanks sind im Prinzip nichts anderes als größere Versionen der Lithium-Ionen-Akkus, die auch in Mobilgeräten stecken, in ein Gehäuse verpackt. Geladene Powerbanks können etwa Smartphones, Tablets und kompatible Laptops mit Energie versorgen - wie lang hängt ab von
- der in Milliamperestunden (mAh) gemessenen, verbauten Kapazität ab (etwa 10.000 mAh bei kleineren oder 20.000 mAh bei größeren Powerbanks)
- und von der entnehmbaren Energiemenge, die in Wattstunden (Wh) gemessen wird.
Kapazität ist gut, vor allem zählen aber die Wattstunden
Wattstunden seien zur Orientierung beim Kauf der bessere Richtwert, erklärt die Stiftung Warentest. Beispiel: Liefert eine große Powerbank rund 70 Wh, lasse sich ein Smartphone je nach Akkugröße damit ungefähr zwei- bis fünfmal laden und ein Notebook immerhin einmal. Achtung: Powerbanks mit Nennkapazitäten unter 20.000 mAh, die nicht mindestens 65 Wh bereitstellen können, kommen zum Laden von Notebooks nicht in Betracht.
Wer noch größere Stromreserven benötigt oder vorhalten möchte, muss den Warentestern zufolge auf eine sogenannte Powerstation setzen, die sonst oft Energie beim Campen oder in der Gartenlaube liefert. Hier bieten schon die kleinsten Geräte Energiemengen von 500 Wh.
Mit Powerstations schwebt man im Ladehimmel
Damit lassen sich Geräte sehr viel häufiger laden. Und Powerstations haben häufig den Vorteil, eine 230-Volt-Steckdose zu besitzen. Sie sind aber auch deutlich teurer: Während eine Powerbank schon um die 20 Euro zu haben ist, kostet eine Powerstation je nach Leistung und Ausstattung oft einige hundert Euro.
Noch ein Tipp: Besitzt man eine Powerbank, die das Smartphone kabellos laden kann, sollte man bei einem Stromausfall auf dieses Komfortfeature verzichten und das Telefon per Kabel zum Laden anschließen, falls möglich.
In der Not auf drahtlosen Ladekomfort verzichten
Denn drahtloses Laden ist verlustbehaftet, nur 60 bis 70 Prozent der Energie aus der Powerbank kommen effektiv im Smartphone-Akku an, erklären die Warentester. Und in Notsituationen will man diese Energie im Zweifel nicht verschenken.