Lemgo/Kreis Lippe. Am Donnerstag weilte er bei einem Turnier in Lüdenscheid, am Freitag schaute er Tennis-Bundesliga in Versmold und an den letzten beiden Turniertagen besuchte Robert Hampe Lippe. Regelmäßig ist der inzwischen 74-Jährige Gast beim Tennis-Jüngstenturnier, erstmals kam er als Vizepräsident des DTB. 29 Jahre hatte Hampe, der als Schulleiter in Hamm tätig war, Aufgaben im WTV-Präsidium übernommen, seit November 2023 ist er beim Deutschen Tennis-Bund. „Alle anderen Verantwortlichen sind derzeit bei Olympia, ich bin gerne hier", verriet Hampe am Rande der Endspiele in Lemgo im LZ-Gespräch. Zudem äußerte er sich zu ... ... der 47. Auflage: „Es hat mir wie immer sehr gut gefallen. Ich finde es ganz toll, wie hier acht Vereine zusammenarbeiten. In allen Clubs engagieren sich die Mitglieder, dieses Turnier sucht seinesgleichen in Deutschland. Diese Größe in diesen Altersklassen – das gibt es ansonsten nirgendwo." ... der Veranstaltung allgemein: „Ich finde es wichtig, dass sich die Kinder bei der U9 bis zur U12 auf hohem Niveau messen. Und es ist richtig, dass kein Kind für nur ein Match kommt. Es lief in diesem Jahr harmonisch und sportlich fair ab, die Kinder lernen sich kennen und schätzen." ... seinem Ausflug nach Lippe: „Ich bin tatsächlich lieber hier als in Paris. Privat war ich erst mit meiner Frau in Wimbledon, dann weilten wir im Urlaub. Da wollte ich lieber zuhause sein und nicht schon wieder weit reisen müssen." ... das deutsche Tennis: „Mit Alexander Zverev haben wir ein großes Idol, dahinter gibt es eine große Lücke, zumal Jan-Lennard Struff schon Mitte 30 ist. Bei den Damen sah es mit Angelina Kerber ähnlich aus, aber sie beendete nun ihre Karriere. Wir müssen Talente besser fördern, auch in Deutschland viele Einstiegsturniere in den Profibereich anbieten, damit die Nachwuchshoffnungen nicht so weit reisen müssen. So haben es die Italiener und die Schweizer auch gemacht." ... den Reiz des Tennissports: „Er hat alles, fördert auch Kopf und Geist. Ich spiele weiter gerne, dreimal in der Woche in zwei Teams. Mein bester Schlag ist die Vorhand cross." Netzroller - Auch 2025 gibt es das Jüngstenturnier wieder in Lippe – die 48. Auflage. „Einen Termin gibt es noch nicht, den legt der Deutsche Tennis-Bund fest. Wir hoffen, dass es dann auch wieder um die DM-Titel bei den U12-Konkurrenzen geht", so Suermann. - Tom Heinkel aus Hamburg hatte im Vorfeld des Nationalen Deutschen Jüngstentennis-Turniers einen Podcast mit Andreas Suermann und Maximilian Kolowrat aus der Turnierleitung aufgenommen. Im Rahmen einer Kooperation mit ihm gab es in diesem Jahr Fair-Play-Preise. Sie gingen an Nayla Bui (Eintracht Frankfurt) und den Neusser Lennard de Blaer. Nayla hatte es bei der U12 bis ins Halbfinale geschafft und stach „mit vorbildlichem Verhalten", so Suermann, hervor: „Es gab sechs Nominierungen." Weniger waren es für Lennard, der bei der U9 antrat. Beide erhielten bei der Siegerehrung ein Sweatshirt und einen Tennisschläger. - 693 Kinder spielen fünf Tage im Lipperland auf bis zu zwölf verschiedenen Anlagen um Titel und Platzierungen in den Altersklassen Mädchen und Jungen U9, U10, U11 und U12. Alle Ergebnisse/Tableaus sind im Internet abrufbar unter: www.juengsten-tennis.de