Junges Team überzeugt: Wieder Sieg beim Deutschland Cup

Carsten Lappe

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Die deutsche Mannschaft jubelt nach der Partie. - © Marius Becker/dpa
Die deutsche Mannschaft jubelt nach der Partie. (© Marius Becker/dpa)

Das Eishockey-Nationalteam blickt zuversichtlich in die Zukunft. Auch mit etlichen Perspektivspielern gelang der unerfahrenen C-Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm am Sonntag die Titelverteidigung beim Deutschland Cup. Zum Abschluss besiegte das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Krefeld auch den Olympia-Dritten Slowakei 3:0 (1:0, 1:0, 1:0).

Überzahltore von Tim Wohlgemuth (7. Minute) von den Adlern Mannheim und Tobias Eder (31.) von der Düsseldorfer EG sowie ein Treffer ins leere slowakische Tor von Nürnbergs Tim Fleischer (60.) machten den neunten Triumph beim traditionellen heimischen Vier-Nationen-Turnier perfekt. Nach Siegen am Donnerstag gegen Dänemark (3:2 nach Verlängerung) und am Samstag gegen Österreich (3:0) hätte gegen die ebenfalls junge slowakische Mannschaft ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit genügt. Doch die neu zusammengestellte DEB-Auswahl belohnte sich auch am Sonntag für eine engagierte und leidenschaftliche Leistung.

Das Turnier fand in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal in Krefeld statt. Nach fünf Jahren am Niederrhein zieht der DEB mit seinem Heim-Turnier im kommenden Jahr in eine andere Stadt. «Der Neuerungseffekt ist verflogen. Wir wollen an einen anderen Standort», sagte DEB-Präsident Peter Merten.

Erneut enttäuscht waren die DEB-Verantwortlichen auch in diesem Jahr vom Zuschauerzuspruch. Zu den drei deutschen Spielen kamen insgesamt rund 8000 Besucher. Vor allem die Kulisse von nicht einmal 1000 Zuschauern am Donnerstag hatte Anlass zum Nachdenken gegeben. Am Wochenende stiegen dann die Besucherzahlen. Nach 3310 Zuschauern am Samstag kamen zum Abschluss am Sonntag 3854.

Die sahen auch ohne den bislang stärksten Akteur, Kapitän Marc Michaelis vom SCL Langnau aus der Schweiz, ein überzeugendes deutsches Team. Während Söderhom Michaelis zum Abschluss ebenso wie Torhüter Dustin Strahlmeier (Wolfsburg) diesmal eine Pause gönnte, kehrten Dominik Bokk (Frankfurt) und Maximilian Kammerer (Köln) ins Team zurück.

Beide Nationalmannschaftsrückkehrer sollten wie auch neue Talente auf ihre Tauglichkeit für die WM im kommenden Jahr getestet werden, überzeugten aber im Gegensatz zu vielen anderen im Team nur ansatzweise. Der aktuell drittbeste DEL-Scorer Bokk hatte seine beste Aktion am Sonntag vor dem zweiten deutschen Treffer mit einem tollen Pass. Bärenstark im Tor war Mirko Pantkowski von den Kölner Haien, der sein Team auch in Unterzahl zusammen mit der kampfstarken Defensive vor einem Gegentor bewahrte.

Schon vor dem Turniersieg hatte Söderholm seine C-Auswahl gelobt. «Ich denke, dass sie vieles sehr gut umgesetzt haben», sagte der 44 Jahre alte Finne, der bewusst auf etliche Stammkräfte verzichtet hatte. Einige der beim Deutschland Cup getesteten Akteure dürften gute Chancen haben, auch bei der WM im kommenden Mai in Finnland und Lettland mit dabei zu sein. «Wir sind sportlich wirklich zuversichtlich», sagte der für den Sport zuständige DEB-Vizepräsident Andreas Niederberger zur Perspektive für die kommenden Jahre.

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