Schauspieler Alexandros Koch (46) ist als Kind von Deutschland nach Griechenland ausgewandert und dort oft im Fernsehen zu sehen. Doch jetzt hat er ein Gastspiel im ZDF-«Herzkino»-Film «Ein Sommer auf Kreta» (Sonntag, 20.15 Uhr). «Ich wurde in Hagen geboren, als Kind eins deutschen Vaters und einer griechischen Mutter, und bin dort bis zu meinem fünften Lebensjahr aufgewachsen. Wir sind dann nach Griechenland umgezogen.» Koch kehrte fürs Studium einige Jahre nach Deutschland zurück, ging dann aber wieder nach Hellas zurück. Heute lebt er in Athen. «Mein Leben ist also ein ständiges Pendeln zwischen den zwei Ländern.»
Er könne das Leben daher aus zwei Perspektiven sehen, sagte Koch: «Dies ist auch für das Verständnis der Rollen als Schauspieler sehr hilfreich. Zu meiner deutschen Seite gehören eventuell Merkmale wie mein Drang zur Organisation, Pünktlichkeit, scharfer Humor.»
Was er an Deutschland vermisst? «Mein Dorf Ennepetal und die wunderschönen Wälder, wo ich als Kind gespielt habe. Oder Aachen, wo ich meine Studentenjahre verbracht habe. Orte voller schöner Erinnerungen. Berlin und Hamburg sind Städte, die ich jederzeit gerne besuche. Die Reibeplätzchen und der Pudding meiner Oma, die deutschen Bäckereien und vieles mehr. Ich muss auch zugeben, dass ich jedes Mal, wenn ich in Deutschland ankomme, als erstes eine Currywurst-Bude aufsuche.»
Worum es in dem Film am Sonntag geht? Mittdreißigerin Isabel (Friederike Linke) ist mit einem Start-up baden gegangen und hat eine Privatinsolvenz hinter sich. Das Haus, das ihr Vater ihr auf Kreta vererbt hat, kommt da sehr gelegen. Doch an dem Haus hängen Probleme. Auf Kreta stellt Isabel nämlich ernüchtert fest, dass in ihrem Haus Sofia, die Ex-Frau ihres Vaters, mit ihrem erwachsenen Sohn Silas wohnt. Und die Witwe hat dort ein Wohnrecht auf Lebenszeit.