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Bildungspolitik

Schulausschuss diskutiert über schlechte Schülerleistung

In einer Sondersitzung wird der Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags in der kommenden Woche über die schlechten Ergebnisse von Grundschülern in Bildungsstudien beraten. Der Antrag auf die außerordentliche Sitzung, die Donnerstagfrüh vor dem Landtagsplenum terminiert werden soll, kam von der SPD-Opposition, wie die «Rheinische Post» (Freitag/Printausgabe Samstag) berichtete.

Damit reagiert die SPD vor allem auf die jüngsten Ergebnisse der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu). Demnach erreichen in Deutschland 25 Prozent der Kinder nicht das Mindestniveau beim Textverständnis. Bei der vorherigen Iglu-Erhebung, die Ende 2017 veröffentlicht wurde, hatte der Anteil noch bei 19 Prozent gelegen. Die Studie zeigt außerdem: International schneiden Grundschüler in Deutschland bei der Lesekompetenz schlechter ab als Gleichaltrige in vielen anderen Ländern.

Schulministerin Dorothee Feller (CDU) hatte in dieser Woche eine Lese-Offensive angekündigt. Nach den Sommerferien soll es pro Woche dreimal 20 Minuten verbindliche Lesezeit im Stundenplan geben.

Die SPD fordert einen umfassenderen Maßnahmenplan - zumal sich die jüngsten Befunde in die schlechten Ergebnisse anderer Bildungsstudien einreihten. Im vergangenen Jahr hatte der IQB-Bildungstrend, eine ebenfalls regelmäßige Test-Reihe unter Viertklässlern, gezeigt, dass diese in den sogenannten Basiskompetenzen in Mathe und Deutsch in den vergangenen Jahren deutlich zurückgefallen sind.

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