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Sicherheitskonzepte

NRW-Ministerium: «Schlägereien in Freibädern nur Ausnahme»

Trotz erneuter Fälle von Aggression hält das NRW-Innenministerium Freibäder in Nordrhein-Westfalen für sichere Orte. «Öffentlichkeitswirksame Schlägereien sind weiterhin eine Ausnahme», teilte das Ministerium am Mittwoch in Düsseldorf auf dpa-Anfrage mit. Zugleich stellte ein Sprecher klar: «Für die Gewährleistung eines geregelten Badebetriebes sind grundsätzlich die Badbetreiber zuständig.»

Die nordrhein-westfälische Polizei stehe aber parat: Sie werde auf Bitten der Freibadbetreiber unterstützend im Rahmen der Amts- und Vollzugshilfe oder zur Verfolgung von Straftaten tätig. Und sie stehe als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn es um Sicherheitskonzepte gehe oder um Absprachen für ein abgestimmtes Vorgehen.

In einigen Städten wie Düsseldorf oder im Ruhrgebiet hatte es vor einigen Jahren Randale, Tumulte und Räumungen gegeben. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen, die die Interessen der öffentlichen Hallen- und Freibäder vertritt, hatte kürzlich berichtet, dass viele Betreiber seit einigen Jahren auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen setzten. Dennoch schlagen aktuell wieder mehrere Fälle hohe Wellen: Bei einem Einsatz in einem Freibad in Hamm soll ein 39-Jähriger einen herbeigerufenen Polizisten in den Finger gebissen haben. In Berlin kam es erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

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