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Tarifverhandlungen

Telekom-Mitarbeiter streiken – spontan auch Standort Bielefeld betroffen

Berlin/Düsseldorf. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks im Tarifstreit mit der Telekom aus. Spontan seien die Beschäftigten im Kundendienst ab Beginn der Frühschicht um 6 Uhr an diesem Sonntag, 12. Mai, dazu aufgerufen, über ihre gesamte Schicht hinweg die Arbeit niederzulegen, erklärte Verdi. Damit soll nach Angaben der Gewerkschaft vor einer erneuten Tarifverhandlungsrunde für die rund 70.000 Tarifbeschäftigten am Montag und Dienstag der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden.

In Ostwestfalen-Lippe ist von dem Aufruf der Standort Bielefeld betroffen. In NRW kommen außerdem Brühl, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Meschede und Münster hinzu.

Am Freitag hatte Verdi bereits eine „vollschichtige“ Arbeitsniederlegung für den kommenden Montag angekündigt. Zudem hatte die Gewerkschaft schon am vergangenen Montag und Dienstag Warnstreiks bei der Telekom organisiert. An beiden Tagen beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft 13.000 Beschäftigte, allein in NRW waren demnach 30 Standorte betroffen. Es kam laut Gewerkschaft zu „enormen“ Wartezeiten im Kundenservice, Techniker-Termine wurden abgesagt und einige Telekom-Shops blieben geschlossen.

Zentrale Forderungen der Gewerkschaft sind eine Gehaltssteigerung um zwölf Prozent und mindestens 400 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber sei zu niedrig und sehe mit 27 Monaten eine zu lange Laufzeit vor. „In der entscheidenden Verhandlungsrunde muss eine deutliche Bewegung erfolgen, wenn ein längerer Konflikt abgewendet werden soll“, erklärte Pascal Röckert von Verdi.

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