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KI-Konzern

Nvidia will 2027 Robotaxis auf die Straße bringen

Der Chipriese Nvidia will mit seiner KI-Expertise das Geschäft mit selbstfahrenden Autos aufmischen. Im kommenden Jahr soll gemeinsam mit einem Partner ein Robotaxi-Dienst auf Basis der Technik des Konzerns an den Start gebracht werden. Nvidia-Chef Jensen Huang versprach auf der CES in Las Vegas Autos mit Künstlicher Intelligenz, die Verkehrssituationen wie ein Mensch am Steuer analysieren und Entscheidungen treffen. Zwischen 2028 und 2030 will Nvidia die Technologie auch in Privatfahrzeuge bringen.

Den aktuellen Stand der Technik hatte Nvidia wenige Wochen vor der Technik-Messe gemeinsam mit Mercedes-Benz demonstriert. Ein Serienfahrzeug des neuen Mercedes-Modells CLA navigierte durch den Straßenverkehr von San Francisco und beachtete dabei Vorfahrt-Regeln, Ampeln, Verkehrsschilder und Fußgänger. Bei einer rund 45-minütigen Route musste der Sicherheitsfahrer bei ein paar Situationen eingreifen.

Kameras und Radare

Den aktuellen Stand der Technik demonstriert Nvidia zusammen mit Mercedes-Benz im neuen CLA. - © John Locher/AP/dpa
Den aktuellen Stand der Technik demonstriert Nvidia zusammen mit Mercedes-Benz im neuen CLA. (© John Locher/AP/dpa)

In der Stadt muss die Software unter anderem interpretieren, ob Menschen die Straße überqueren wollen oder nur auf dem Gehweg stehen. Der CLA erfasst seine Umgebung mit zehn Kameras und fünf Radaren. Beim Robotaxi will Nvidia auch Laser-Radare einsetzen, die das Umfeld des Fahrzeugs abtasten. Tesla-Chef Elon Musk ist damit weiterhin allein mit seinem Plan, für selbstfahrende Autos ausschließlich Kameras zu nutzen. Nvidia setzt darauf, seine Technik und Software in den kommenden Jahren in Fahrzeuge verschiedener Hersteller zu bringen.

Das nächste Nvidia-Chipsystem mit dem Namen Vera Rubin ist in die Produktion gegangen, wie Konzernchef Jensen Huang bekanntgab. - © John Locher/AP/dpa
Das nächste Nvidia-Chipsystem mit dem Namen Vera Rubin ist in die Produktion gegangen, wie Konzernchef Jensen Huang bekanntgab. (© John Locher/AP/dpa)

Als führend beim autonomen Fahren gilt aktuell die Google-Schwesterfirma Waymo, die in mehreren US-Städten 2.500 fahrerlose Robotaxis betreibt.

Bei der Technik-Messe in Las Vegas präsentierte sich auch weitere Konkurrenz. Der Fahrdienst-Vermittler Uber zeigte Elektroautos des Tesla-Herausforderers Lucid, die im Laufe dieses Jahres als Robotaxis bei San Francisco eingesetzt werden sollen. Die Wagen mit einem markanten Aufbau auf dem Dach werden von Software der Entwicklerfirma Nuro gesteuert. Bereits auf der Straße in Las Vegas sind selbstfahrende Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale der Amazon-Tochterfirma Zoox.

Neuer Nvidia-Chip in der Produktion

Huang nutzte die CES auch dafür, den Produktionsstart des nächsten Nvidia-Chipsystems mit dem Namen Vera Rubin bekanntzugeben. Dem Konzern zufolge ist es zehn Mal effizienter als die Vorgänger-Generation Blackwell. Chips von Nvidia wurden in den vergangenen Jahren zu einer Schlüsseltechnologie für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz.

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