Aerzen. In Aerzen stand am Montagabend die Werkstatt eines Holz verarbeitenden Betriebes an der Reinerbecker Straße in Flammen. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren an dem Einsatz nahe der Kreisgrenze zu Lippe beteiligt. Um 23.18 Uhr wurde die Aerzener Feuerwehr alarmiert, wie André Frommer, Pressesprecher der Gemeindefeuerwehr, mitteilt. Schon bei der Alarmierung sei demnach klar gewesen, dass es sich um einen Großbrand handelt. Glatte Straßen und gefrierendes Löschwasser Bereits bei der Fahrt zum Einsatzort haben die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung beobachten können. Als besondere Schwierigkeit habe sich das Winterwetter herausgestellt, welches für glatte Straßen und gefrierendes Löschwasser sorgte. Vor Ort versuchten die Einsatzkräfte umgehend zu verhindern, dass sich das Feuer auf eine angrenzende Halle ausweitet. Gleichzeitig wurde damit begonnen, den Großbrand zu bekämpfen. Mittels einer Drehleiter löschte die Feuerwehr Hameln von oben. Nachdem weitere Löschfahrzeuge angefordert wurden, waren am Ende alle Aerzener Ortsfeuerwehren im Einsatz. Auch mehrere Kreisfeuerwehreinheiten wurden alarmiert sowie das Technische Hilfswerk, welches mit einem Bagger weitere Glutnester freilegen konnte und Schutt aus dem Weg räumte. Insgesamt waren in der Nacht 152 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bauhof im Einsatz. Nach einem fast achtstündigen Einsatz war das Feuer gegen sieben Uhr am Dienstagmorgen vollständig gelöscht. Zwei angrenzende Wohnhäuser kurzfristig geräumt Wie die Polizei mitteilte, seien Bewohner zweier angrenzender Wohnhäuser zunächst evakuiert worden. Die Anwohner konnten jedoch in ihre Wohnungen zurückkehren. Die betroffene Scheune sei vollständig ausgebrannt, heißt es von der Feuerwehr, die angrenzende Halle aber konnte gehalten werden. Wie es zu den Bränden kommen konnte, sei noch unklar. Die Polizei Bad Pyrmont hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des Schadens machte die Feuerwehr zunächst keine Angaben. Die Polizei vermeldete am Dienstagnachmittag, dass der entstandene Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt werde. Bei dem Einsatz gab es keine Verletzten. Anwohnerinnen und Anwohner sollten aufgrund von Rauchgasen Türen und Fenster zunächst weiterhin geschlossen halten.