Schwerverletzte nach Brand im Altenzentrum verstorben

Seda Hagemann

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Großbrand im Altenzentrum Bethesda - © Stefan Backe
Großbrand im Altenzentrum Bethesda (© Stefan Backe)

Bad Salzuflen. Die Feuerwehr hat mit einem Großaufgebot von etwa 200 Einsatzkräften am Donnerstag den Brand im Altenzentrum Bethesda an der Moltkestraße in Bad Salzuflen gelöscht. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr wurden insgesamt 20 Menschen verletzt. Eine 79-jährige Bewohnerin wurde dabei schwer verletzt. Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilt, ist sie ihren Verletzungen erlegen.

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Nach Angaben der Polizei brach gegen 10 Uhr in einem der Zimmer aus bislang nicht geklärter Ursache ein Feuer aus. Die 79-jährige Bewohnerin des Apartements rettete sich nach draußen auf ihren Balkon, erlitt aber dennoch schwere Brandverletzungen. Das Zimmer brannte komplett aus.

Die Bewohnerin wurde per Rettungshubschrauber ins Brandverletzten-Zentrum nach Dortmund geflogen. Alle anderen Beteiligten wurden leicht verletzt - die meisten erlitten Rauchgasvergiftungen. Neben der schwerverletzen 79-Jährigen kamen noch ein Feuerwehrmann, vier Bewohner und zwei Angestellte in verschiedene Kliniken.

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Großbrand im Altenzentrum Bethesda (© Stefan Backe)

Zunächst waren fünf Bewohner vermisst worden. Gegen Mittag gab die Feuerwehr-Leitstelle aber wieder Entwarnung. Alle Bewohner des vierstöckigen Wohntraktes seien in Sicherheit gebracht worden, hieß es. Insgesamt sollen unbestätigten Informationen zufolge 206 Menschen in dem Altenzentrum untergebracht sein.

Da die Feuerwehr durch die Brandmeldeanlage sofort informiert worden war, gelang es ihr, das Feuer schnell abzulöschen. Parallel evakuierten Polizei, Feuerwehr und Personal den kompletten Gebäudetrakt.

Ursprünglich waren zwei Rettungshubschrauber vor Ort. Gebraucht wurde aber nur einer. Die Rauchgas-Verletzten wurden in die Krankenhäuser in Detmold und Lemgo verteilt.

"Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle", sagte Sascha Medina von der Feuerwehr-Rettungsleitstelle gegenüber der LZ am Donnerstagmittag. Es werde aber noch ein bis zwei Stunden dauern, bis das Feuer endgültig gelöscht, alle Räume erneut durchsucht und das Gebäude belüftet worden seien.

Der betroffene Gebäudeflügel kann laut Polizei vorerst nicht bewohnt werden. Die übrigen Trakte sind hingegen weiter bewohnbar. Insgesamt mussten acht Personen mit Hilfe der Drehleiter aus dem Haus gerettet werden.

Wie hoch der entstandene Schaden ist, "lässt sich derzeit noch nicht beziffern", schreibt Polizeisprecher Uwe Bauer in seiner Zusammenfassung. Die Brandexperten des Kriminalkommissariates 2 haben ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

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